Vorsicht beim Autokauf
Ein Detail verrät manipulierte Fahrzeuge
Aktualisiert am 28.10.2025 – 06:40 UhrLesedauer: 1 Min.
Ein niedriger Kilometerstand macht ein Auto attraktiver. Genau das nutzen Betrüger aus. Wie Sie manipulierte Tachostände erkennen, prüfen und sich vor teuren Überraschungen schützen.
Beim Kauf eines gebrauchten Autos ist Vorsicht geboten. Oft wird der Tacho manipuliert, um den Wert des Fahrzeugs zu erhöhen. Experten warnen: Fast kein Auto ist davor sicher. Ein falscher Kilometerstand kann schnell mehrere Tausend Euro kosten.
Im Schnitt erzielen Betrüger eine Wertsteigerung von 3.000 Euro. Käufer sollten Unterlagen wie Reparaturrechnungen, TÜV- und AU-Berichte oder das Inspektionsheft daher genau prüfen. Auch Tankbelege, die mit Tankkarte bezahlt wurden, können Hinweise liefern.
Ölwechsel-Aufkleber helfen ebenfalls: Sie geben Aufschluss darüber, wann das Öl zuletzt gewechselt wurde – üblicherweise spätestens alle 30.000 Kilometer. Beim Kauf über einen Händler lohnt es sich, den Vorbesitzer zu kontaktieren und die Kilometerstände abzugleichen.
Entscheidend ist nicht nur die Zahl auf dem Tacho. Ein Auto mit wenigen Kilometern kann durch viele Kurzstreckenfahrten stärker verschleißen als ein Fahrzeug, das überwiegend auf Langstrecken gefahren wird. Prüfen Sie daher immer den Allgemeinzustand: Reifen, Bremsen, Innenraum und Karosserie.
Der Kilometerstand muss im Kaufvertrag eindeutig dokumentiert sein. Formulierungen wie „laut Tacho” oder „Kilometerstand abgelesen” sind ein Alarmsignal. Für zusätzliche Sicherheit kann ein Gebrauchtwagencheck in einer Werkstatt oder beim ADAC hilfreich sein.
Wer die Unterlagen prüft, den Zustand des Autos bewertet und den Kilometerstand im Kaufvertrag festhält, schützt sich vor teurem Betrug. So wird der Gebrauchtwagenkauf sicher – und das Auto bleibt ein echter Gewinn.
