Von Sertac Aktan mit AFP
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Die Malteser stimmen am Samstag in einer vorgezogenen Parlamentswahl ab, die Premierminister Robert Abela einberufen hat.
Abela und seine Labour-Partei setzen auf wirtschaftliche Stabilität, da der kleinste EU-Staat im vergangenen Jahr mit 4 % das schnellste BIP-Wachstum verzeichnete. Malta hat eine sehr niedrige Inflation und es gibt keine echte Arbeitslosigkeit. Auch die Strom- und Treibstoffpreise sind die niedrigsten in Europa und das schon seit 10 Jahren.
Abelas Regierung hat es geschafft, die kleine Mittelmeerinsel vor globalen Krisen zu schützen, insbesondere vor den unmittelbaren Folgen des Konflikts im Nahen Osten.
Meinungsumfragen spiegeln diese Zuversicht wider und liegen Abela deutlich vor seinem Hauptkonkurrenten, dem Kandidaten der Nationalistischen Partei Alex Borg, einem dreißigjährigen Anwalt, der der jüngste Führer des Landes werden will.
Obwohl Bedenken hinsichtlich der Umweltzerstörung, des von Ausländern getriebenen Baubooms und der tief verwurzelten Staatskorruption bestehen, argumentiert der Politikanalyst Andrew Azzopardi, dass viele Bürger der finanziellen Sicherheit Vorrang vor politischen Skandalen einräumen.
Die EU warnte Malta vor Korruption auf hoher Ebene
Trotz eines äußerst kritischen Berichts des Europarats über institutionelle Korruption verfügt die Insel über eine florierende Wirtschaft, die größtenteils auf Tourismus, Online-Glücksspielen und Finanzdienstleistungen basiert, und viele Wähler sagen, dass ihre Wirtschaftsleistung alle anderen Sorgen übertrumpft.
„Wir waren arm, und unter Labour sind wir reich“, sagte die 72-jährige Conny Pace, die stolz einen paillettenbesetzten Hut im Labour-Rot trug. Als ein stetiger Strom von Menschen in einem Wahllokal in der Hauptstadt Valletta eintraf, sagte die 33-jährige Charmaine Kitcher, sie stimme „für Stabilität, nicht für Veränderung“ und erwarte eine hohe Wahlbeteiligung. „Malteser sind Fanatiker. Politik steht gleich hinter der Religion“, fügte sie hinzu.
Darüber hinaus hat die Regierung zusätzliche 250 Millionen Euro für Zuschüsse bereitgestellt, um Familien gegen die Folgen des Nahostkonflikts abzusichern.
Vorläufige Ergebnisse werden voraussichtlich am Sonntagnachmittag vorliegen.
