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Gesundheit

Lungenkrebs-Studie scheitert – neuer Rückschlag

wochentlich.deBy wochentlich.de17 August 2026Keine Kommentare2 Mins Read
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Lungenkrebs-Studie scheitert

Rückschlag für Pharmakonzern

17.08.2026 – 10:40 UhrLesedauer: 2 Min.

Vergrößern des Bildes

Auffälliger MRT-Scan einer Lunge: Derzeit wird an mehreren Wirkstoffen gegen Lungenkrebs geforscht. (Quelle: da-kuk/getty-images-bilder)

Eine Immuntherapie-Kombination von AstraZeneca verfehlt in einer großen Studie voraussichtlich zentrale Ziele. Gleichzeitig meldet der Konzern Fortschritte bei anderen Lungenkrebs-Projekten.

Der britische Pharmakonzern AstraZeneca hat bei der Entwicklung neuer Medikamente einen weiteren Rückschlag erlitten. Das Unternehmen stellte eine entscheidende klinische Studie der Phase-3 mit dem Wirkstoff Volrustomig zur Behandlung von Lungenkrebs ein. Volrustomig ist ein Antikörper, der das Immunsystem beim Angriff auf Tumore unterstützen soll.

Ein unabhängiges Kontrollkomitee sei zu dem Schluss gekommen, dass die Kombinationstherapie von Volrustomig mit einer Chemotherapie ihre Hauptziele voraussichtlich nicht erreichen werde, teilte AstraZeneca am Montag mit. Das Hauptziel war es, die Überlebenszeit ohne ein Fortschreiten der Krankheit zu verlängern sowie das Gesamtüberleben bei einer bestimmten Form von metastasierendem, nicht-kleinzelligem Lungenkrebs zu verbessern.

Weiterer Rückschlag bei Medikamentenentwicklung

Der Abbruch reiht sich in eine Serie von Rückschlägen ein, die das Vertrauen der Anleger zuletzt gedämpft und die Medikamenten-Pipeline von AstraZeneca verstärkt in den Fokus gerückt haben. Zuvor war bereits das Herzmedikament Wainua in einer späten Studienphase gescheitert. Zudem verweigerten die US-Behörden dem Brustkrebsmittel Camizestrant wegen des Studiendesigns die Zulassung, und auch das Medikament Ultomiris verfehlte bei einer seltenen Krankheit die Ziele.

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AstraZeneca hält dennoch an seiner Prognose fest, den Jahresumsatz bis 2030 auf 80 Milliarden Dollar zu steigern. Um dieses Ziel zu erreichen, ist der Konzern auf die erfolgreiche Markteinführung von bis zu 20 neuen Medikamenten angewiesen.

Die Forschungs- und Entwicklungschefin für Onkologie, Susan Galbraith, erklärte: „Wir sind zwar enttäuscht, werden aber aus dieser Studie lernen“. Andere Phase-3-Studien mit Volrustomig werden dem Konzern zufolge wie geplant fortgesetzt. Dies betrifft unter anderem Tests bei Gebärmutterhalskrebs. Zudem konnte AstraZeneca am Montag auch Erfolge vermelden: Zwei andere zulassungsrelevante Lungenkrebs-Studien mit der Tagrisso-Orpathys-Kombination sowie dem Krebsmittel Enhertu, das gemeinsam mit dem japanischen Partner Daiichi Sankyo entwickelt wird, erreichten ihre Hauptziele.

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