Brandgeruch an Bord

Lufthansa-Jumbo erklärt Notfall bei Transatlantikflug


26.09.2026 – 21:43 UhrLesedauer: 2 Min.

Lufthansa-Jumbojet mit der Kennung D-ABVY (Archivbild): Ebendiese Boeing-747 musste auf dem Weg von Frankfurt nach Toronto nach Manchester ausweichen. (Quelle: IMAGO/Sven Severing/imago)

Ein Lufthansa-Flug von Frankfurt nach Toronto muss außerplanmäßig in Großbritannien landen. An Bord einer Boeing 747 wird Brandgeruch wahrgenommen.

Ein Lufthansa-Jumbo auf dem Weg von Frankfurt nach Toronto ist am Samstagnachmittag außerplanmäßig in Manchester gelandet. Grund war nach Angaben der Airline ein Geruch in der Kabine. An Bord befanden sich 371 Passagiere.

Wie Lufthansa auf Anfrage mitteilte, kehrte die Boeing 747-400 über Schottland um. Um eine priorisierte Landung zu erhalten, erklärte die Besatzung eine Luftnotlage. Die Maschine landete anschließend sicher in Manchester. Zuvor hatte der auf Zwischenfälle in der Luftfahrt spezialisierte „Aviation Herald“ berichtet, die Crew habe sich wegen eines Brandgeruchs an Bord zur Umleitung nach Manchester entschieden.

Notfall-Code von Lufthansa-Crew abgesendet

Weil das Flugzeug noch einen großen Teil des für den Transatlantikflug mitgeführten Treibstoffs an Bord hatte und deshalb mit erhöhtem Gewicht landete, überprüfte die Feuerwehr die Boeing nach der Landung vorsorglich. Die Passagiere konnten die Maschine anschließend nach Angaben der Airline normal verlassen.

Flugtrackingdaten zeigen, dass für die Maschine zwischenzeitlich der Transpondercode 7700 gesetzt wurde. Dieser sogenannte Squawk wird verwendet, um der Flugsicherung eine allgemeine Notlage zu signalisieren.

Passagier berichtet von Ausfall der Kabinenelektrik

Ein Passagier, der nach eigenen Angaben an Bord von LH470 war, schilderte den Vorfall später auf dem Portal „Reddit“. Demnach verlief der Flug zunächst normal. Rund eine Stunde und 20 Minuten nach dem Start habe die Maschine nördlich von Glasgow gewendet.

Flugdaten zeigen, dass die Maschine auf dem Weg von Frankfurt nach Toronto abdrehen musste und in Manchester gelandet ist. (Quelle: Screenshot FlightAware)

Während des Vorfalls wurden nach Angaben eines Passagiers Teile der Kabinenelektrik abgeschaltet. Dadurch fielen demnach unter anderem die Toilettenbeleuchtung und das Inflight-Entertainment aus.

Nach seiner Darstellung landete die Boeing anschließend in Manchester, ohne zuvor Treibstoff abzulassen. Die Landung habe sich für ihn schneller als üblich angefühlt. Anschließend sei die Maschine zunächst auf einem Taxiway abgestellt worden.

Ursache des Brandgeruchs bisher unbekannt

Der Passagier schrieb weiter, weder die Crew noch die Feuerwehr hätten zunächst feststellen können, woher der Brandgeruch gekommen sei. Später seien die Passagiere ausgestiegen und zum Terminal gebracht worden.

Ob es tatsächlich eine Rauchentwicklung oder einen Brand gegeben hat, ist bislang unklar. Lufthansa selbst bestätigte bislang lediglich einen Geruch in der Kabine.

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