Kürzungen bei Kurzstrecken
Lufthansa baut Kerngeschäft wohl radikal um
28.04.2026 – 15:36 UhrLesedauer: 1 Min.
Um Kosten zu sparen, will die Fluggesellschaft Lufthansa ihr Kurzstreckennetz optimieren. Jetzt müssen Passagiere mit weiteren Flugstreichungen rechnen.
Die Fluggesellschaft Lufthansa plant offenbar weitreichende Änderungen in ihrem Angebot. Wie das „Handelsblatt“ unter Berufung auf interne Aussagen von Managern berichtet, sei die Unternehmensführung fest entschlossen, das Kerngeschäft des Konzerns zu restrukturieren. Insbesondere an Kurzstreckenflügen setze die Airline an.
Zum einen hatte die Schließung der Regionaltochter Cityline bereits Lücken ins Lufthansa-Netz gerissen. Mit dem angekündigten Aus strich der Konzern 20.000 Kurzstreckenflüge bis Oktober. Das entspreche einer Einsparung von rund 40.000 Tonnen Kerosin, dessen Preis sich seit Beginn des Iran-Krieges verdoppelt habe, teilte das Unternehmen in der vergangenen Woche mit.
Jetzt soll die Zahl unwirtschaftlicher Kurzstreckenflüge offenbar weiter sinken. Damit soll das Lufthansa-Angebot über den Sommer über die sechs Drehkreuze Frankfurt, München, Zürich, Wien, Brüssel und Rom optimiert werden.
Laut „Handelsblatt“ werde Lufthansa dafür das Netz von Zubringerflügen zu den Drehkreuzen aufräumen. Welche Anpassungen das Unternehmen genau vornimmt, soll dem Bericht zufolge Ende April bekanntgegeben werden. Eine Taskforce sei bereits im Einsatz.
Das „Handelsblatt“ verweist jedoch schon jetzt unter Berufung auf Teilnehmer einer Mitarbeiterversammlung auf eine Aussage von Jens Ritter, dem Chef von Lufthansa Airlines. Demnach würden im kommenden Winter mehrere Flugzeuge bei der Kernmarke Lufthansa Classic aus der Flotte herausgenommen. Auch Lufthansa Classic habe zuletzt Verluste wegen Kurzstreckenflügen geschrieben und sich nur langsam aus den roten Zahlen herausarbeiten können.
