Altes Polizeipräsidium

Lost Place in der Soers wird kurz vor der WM abgerissen

30.07.2026 – 17:13 UhrLesedauer: 2 Min.

Altes Polizeipräsidium in der Soers: Der Startschuss für den Sportpark erfolgt. (Quelle: Stadt Aachen/Aleksandar Ruzicic)

Nach jahrelangem Stillstand beginnt der Abriss des alten Polizeipräsidiums in der Soers. Das Gelände soll Platz für den künftigen Sportpark schaffen.

Der Abriss des alten Polizeipräsidiums in der Aachener Soers hat begonnen. Oberbürgermeister Michael Ziemons hat am Mittwoch mit einem symbolischen Hammerschlag den Start für den Rückbau des seit Jahren leer stehenden Gebäudekomplexes gegeben. Nach Angaben der Stadt ist das Areal das Schlüsselgrundstück für den geplanten Sportpark Soers.

Das ehemalige Polizeipräsidium gilt seit Jahren als markanter Leerstand in der Soers. Erst der Rückbau schafft die Flächen für die geplante Weiterentwicklung des Sportparks. Dort sollen künftig sowohl der Spitzensport als auch der Breitensport bessere Bedingungen erhalten. Die Stadt prüft zudem den Bau einer Multifunktionssporthalle mit Mobility Hub.

Abriss Polizeipräsidium: Was ist jetzt geplant?

Ziemons erklärte, bis zum Abriss sei ein langer Weg mit zahlreichen Abstimmungen und Genehmigungen nötig gewesen. Er lobte die Zusammenarbeit der beteiligten Ämter sowie der externen Partner, darunter den Aachen-Laurensberger Rennverein (ALRV).

Personengruppe in Warnwesten und Helmen: Startschuss für den Abriss des alten Polizeipräsidiums. (Quelle: Stadt Aachen/Aleksandar Ruzicic)

Zunächst steht die Schadstoffsanierung im Mittelpunkt. Nach Angaben des städtischen Gebäudemanagements werden in den kommenden fünf bis sechs Monaten unter anderem Asbest und andere belastete Baustoffe ausgebaut und fachgerecht entsorgt. Erst danach beginnt der maschinelle Abriss der Gebäude.

Unterbrechung der Arbeiten im Reitsportsommer

Für Sportgroßveranstaltungen in der Soers sind Unterbrechungen der Arbeiten eingeplant. Das betrifft insbesondere die Weltmeisterschaften im Reitsport im Sommer 2026. Große Abbruchbagger werden deshalb zunächst nicht zum Einsatz kommen.

Insgesamt werden sieben Gebäude auf dem rund 33.000 Quadratmeter großen Gelände zurückgebaut. Das Projekt kostet rund 9,6 Millionen Euro und wird zu 90 Prozent aus Fördermitteln für das Rheinische Revier finanziert.

Nach derzeitiger Planung soll der Rückbau bis Mitte 2027 abgeschlossen sein. Danach kann das Gelände für die weitere Entwicklung des Sportparks Soers vorbereitet werden.

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