Manchester United in der Krise
Verein heftig kritisiert: Weltmeister entschuldigt sich
16.10.2026 – 11:56 UhrLesedauer: 2 Min.
Nach seiner öffentlichen Kritik an der Vereinsführung rudert Lisandro Martínez zurück. Ärger droht ihm dennoch.
Der argentinische Weltmeister Lisandro Martínez hat sich bei Manchester United für seine öffentliche Kritik an der Vereinsführung entschuldigt. Nach einem „sehr positiven Gespräch“ mit den Klubbossen, sagte der 28-Jährige nun: „Die Frustration über die Niederlage hat dazu geführt, dass ich meinen Gefühlen zu einem Zeitpunkt und an einem Ort Ausdruck verliehen habe, die vielleicht nicht die richtigen waren – dafür möchte ich mich entschuldigen.“
Trotz der Entschuldigung bleibt laut englischen Medienberichten eine Geldstrafe wohl nicht aus. „Jeder weiß, dass ich ein leidenschaftlicher Mensch bin und den Fußball mit großer Intensität lebe“, führte Martínez aus. Es sei aber auch so: „Unser Verein ist dann am stärksten, wenn wir alle vereint sind – und mir ist bewusst, dass meine Worte in jenem Moment nicht dazu beigetragen haben.“
Ihm sei bewusst, „dass jeder Einzelne“ bei United „alles in seiner Macht Stehende tut, um unser gemeinsames Ziel zu erreichen: den Erfolg zu erzielen, den dieser Verein und seine Fans verdienen“. Nun gelte die Konzentration aller dem gemeinsamen Erfolg.
Auslöser für den ganzen Wirbel war die Champions-League-Niederlage bei Atlético Madrid am Dienstag. Nach dem 0:2 hatte Martínez erklärt, der Verein habe Trainer Michael Carrick mit einem unzureichenden Kader ausgestattet. „Zu 100 Prozent. Ich erwarte mehr von unserem Sportdirektor“, sagte er.
Die sportliche Lage bei Manchester United ist angespannt. Nach sechs Spieltagen stehen die „Red Devils“ mit nur sechs Punkten auf Platz 13 der Premier League. Von neun Pflichtpartien gewann der Klub lediglich zwei – keine der vergangenen fünf. Im Ligapokal schied United bereits durch ein 2:3 gegen Brighton & Hove Albion früh aus.
