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Linsen und Kichererbsen – Hersteller verschweigen Herkunft oft

wochentlich.deBy wochentlich.de5 Juni 2026Keine Kommentare3 Mins Read
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Linsen und Kichererbsen – Hersteller verschweigen Herkunft oft
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Verbraucherzentrale-Check

Bei diesen Produkten bleibt die Herkunft oft im Dunkeln


05.06.2026 – 07:15 UhrLesedauer: 2 Min.

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Kichererbsen und Linsen: Die Hülsenfrüchte sind gesund und lecker. (Quelle: ENRIQUE MICAELO SANCHEZ)

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Während Obst und Gemüse klare Herkunftslabels tragen, bleibt bei Linsen und Kichererbsen oft offen, wo sie herkommen. Ein Marktcheck der Verbraucherzentrale zeigt die Transparenzlücken.

Wer im Supermarkt zu Äpfeln oder Tomaten greift, weiß in der Regel, woher sie stammen – das Herkunftsland steht auf dem Etikett. Bei einer Dose Linsen oder getrockneten Kichererbsen sieht das anders aus: Hier ist die Angabe des Ursprungslandes freiwillig. Hersteller müssen nicht offenlegen, ob die Hülsenfrüchte aus Deutschland, der Türkei oder einem anderen Teil der Welt stammen.

Ein Marktcheck der Verbraucherzentrale Niedersachsen zeigt, wie selten Hersteller diese Transparenz freiwillig leisten – und was Verbraucher beim Einkauf trotzdem tun können.

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Kaum Herkunftsangaben bei konventionellen Produkten

Die Verbraucherzentrale Niedersachsen hat das Sortiment von Linsen und Kichererbsen – getrocknet und in Dosen – in Supermärkten und Discountern unter die Lupe genommen. Untersucht wurden unter anderem Produkte von Lidl, Kaufland, Edeka, Rewe, Aldi, Netto, Penny sowie dem Drogeriemarkt dm und dem Bio-Supermarkt Alnatura. Insgesamt flossen 56 Linsenprodukte und 39 Kichererbsenprodukte in die Erhebung ein.

Das Ergebnis ist ernüchternd: Bei konventionellen Produkten war eine konkrete Herkunftsangabe die Ausnahme. Nur drei von 22 konventionellen Linsenprodukten und drei von 19 konventionellen Kichererbsenprodukten gaben das Ursprungsland an.

Bio macht es besser

Bei Bio-Produkten sieht die Lage etwas besser aus – auch wenn keine detaillierte Herkunftsangabe gesetzlich vorgeschrieben ist. Hersteller von Bio-Waren sind immerhin verpflichtet, anzugeben, ob die landwirtschaftlichen Rohstoffe aus der EU, aus Nicht-EU-Ländern oder aus einer Mischung beider stammen. Zudem informierte in der Stichprobe jedes zweite Bio-Produkt sogar über das genaue Ursprungsland – 27 von 54 untersuchten Bio-Produkten machten konkrete Angaben.

Ein weiterer Vorteil: Bio ist oft kaum teurer als konventionell. Die günstigste Bio-Linse kostete 2,90 Euro pro Kilogramm, die preiswerteste konventionelle Variante lag bei 2,78 Euro – ohne jede Herkunftsangabe.

Was Sie beim Einkauf tun können

Bei den Produkten, die eine Herkunft angaben, stammten Linsen am häufigsten aus der Türkei (zehnmal genannt). Weitere Herkunftsländer waren Italien, Kanada, Deutschland und Österreich sowie vereinzelt Kasachstan, Frankreich, Indien, Spanien und Litauen. Kichererbsen kamen überwiegend aus Italien oder waren mit dem Hinweis „EU-Landwirtschaft“ versehen. Einzelne Produkte stammten aus Deutschland, der Türkei oder Mexiko.

Auch ohne gesetzliche Pflicht zur Herkunftskennzeichnung gibt es Möglichkeiten, beim Einkauf eine informiertere Wahl zu treffen. Wer auf Bio-Produkte setzt, geht in der Regel eher auf Nummer Sicher. Supermärkte wie Kaufland, Edeka oder Rewe bieten zudem eine deutlich größere Auswahl als Discounter an – und damit bessere Chancen, Produkte mit Herkunftsangabe zu finden.

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