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Politik

Linke wütend: Bund will Enteignungen stoppen

wochentlich.deBy wochentlich.de2 Juli 2026Keine Kommentare3 Mins Read
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Linke wütend: Bund will Enteignungen stoppen
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Bund will Vergesellschaftung untersagen

Pantisano: „Merz-Regierung hat Angst vor einer starken Linken“


Aktualisiert am 02.07.2026 – 11:51 UhrLesedauer: 3 Min.

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Linken-Chef Luigi Pantisano: SPD und CDU machen Politik für die Immobilienlobby, kritisiert er. (Quelle: IMAGO/dts Nachrichtenagentur/imago)

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Der Bund will die Vergesellschaftung von Wohnraum unterbinden. Linken-Chef Pantisano sieht darin einen Angriff auf die Mieterrechte.

Linken-Chef Luigi Pantisano hat die Ankündigung der Bundesregierung, die Vergesellschaftung von Wohnraum zu unterbinden, scharf kritisiert. „Die SPD macht gemeinsam mit der Union Klientelpolitik für die Immobilienlobby“, sagte Pantisano t-online. „Damit stellt sich die SPD gegen die Mieterinnen und Mieter in diesem Land.“

Die Linke macht derzeit mit diesem Thema Wahlkampf in Berlin. Erklärtes Ziel der Partei ist, große Wohnungsgesellschaften zu enteignen und den Wohnungsbestand in die öffentliche Hand zu überführen. Sie macht das auch zur Bedingung für mögliche Koalitionen nach der Abgeordnetenhauswahl am 20. September.

Die Spitzen der Bundesregierung haben an diesem Donnerstagmorgen verschiedene Vorhaben vorgestellt und unter anderem ein Bundesgesetz angekündigt, das die Verstaatlichung privater Mietwohnungsbestände durch Vergesellschaftungsgesetze auf Landesebene unmöglich machen soll. Das zentrale Wahlversprechen der Linken wäre damit obsolet.

„Merz-Regierung hat Angst vor einer starken Linken“

„Die Bundesregierung hat Angst vor den Mieterinnen und Mietern, die nicht bereit sind, die unerträglichen Zustände auf dem Wohnungsmarkt weiterhin hinzunehmen“, kommentierte Pantisano. „Und: Die Merz-Regierung hat Angst vor einer starken Linken, die gemeinsam mit den Mieterinnen und Mietern den Widerstand organisiert.“

Die Linke hat derzeit gute Chancen, als stärkste Kraft aus der Wahl in der Hauptstadt herauszugehen. Eine Umfrage sah die Partei am Mittwoch mit 20 Prozent vor Grünen (19 Prozent), AfD (18 Prozent) und CDU (17 Prozent). Die SPD liegt in der Erhebung von Infrastest dimap im Auftrag des Rundfunk Berlin-Brandenburg abgeschlagen bei 13 Prozent. „Die aktuellen Wahlumfragen für Berlin zeigen, der Widerstand wird groß“, sagte Pantisano dazu.

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Die Spitzen der Bundesregierung am Donnerstagmorgen: Mit den Umfragen in Berlin habe die Unterbindung der Vergesellschaftungen nichts zu tun, heißt es. (Quelle: Michael Kappeler/dpa)

Ob es etwas mit dieser Umfrage zu tun habe, dass der Bund die Vergesellschaftungsbemühungen nun per Bundesgesetz unterbinden wolle, fragte eine Journalistin CSU-Chef Markus Söder und Kanzler Friedrich Merz (CDU) während der Pressekonferenz am Donnerstagmorgen. Merz lachte kurz und gab das Wort an Söder: „Damit hat das sicher nichts zu tun“, sagte Söder. „Seit Wochen werden aber Investitionszusagen für Wohnungswirtschaft in Berlin eher zurückgehalten.“

Merz spricht über Verunsicherung auf „der ganzen Welt“

Merz pflichtete ihm bei. „Jedes Land in Deutschland kann machen, was es will“, sagte er. „Aber wenn Entscheidungen auf der Ebene der Länder dazu führen, dass wir in ganz Deutschland damit ein Problem bekommen, dann reagieren wir.“ Die Debatte in Berlin habe in der ganzen Welt die Frage aufgeworfen, ob man in Deutschland künftig mit Enteignungen rechnen müsse. Auch aus der Immobilienwirtschaft waren in den vergangenen Monaten entsprechende Warnungen gekommen. Internationale Investoren fühlten sich demnach zunehmend abgeschreckt.

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