Rätselhafte Umstände

Frau fährt mit Leiche 100 Kilometer durch Bayern


04.09.2026 – 14:48 UhrLesedauer: 2 Min.

Ein Frühlingsstag am Sylvensteinsee (Archivbild): In der Nähe war im August ein toter Mann gefunden worden. (Quelle: IMAGO/Ulrich Wagner/imago)

Passanten entdecken eine Leiche auf einem Parkplatz. Nach und nach kommen neue Details ans Licht – und der Fall wird immer rätselhafter.

Nach dem Fund einer Männerleiche an einem Parkplatz nahe dem Sylvensteinsee in Oberbayern haben die Ermittler eine 59-Jährige im Visier. Ihr wird unterlassene Hilfeleistung vorgeworfen. Die genauen Hintergründe des Falls sind jedoch noch unklar.

Der Tote war am 23. August auf dem Parkplatz an der B307 bei Lenggries (Landkreis Bad Tölz-Wolfratshausen) entdeckt worden. Eine Obduktion ergab keine Hinweise auf einen gewaltsamen Tod. Wenige Tage später gelang es den Ermittlern, den Toten zu identifizieren: Es handelt sich um einen 64-jährigen rumänischen Staatsangehörigen, der nicht in Deutschland gemeldet war.

  • Unbekannter Mann: Zeugen machen unheimlichen Fund – Polizei zeigt Foto

Am Freitag gaben die Ermittler neue Details zu dem Fall bekannt: So soll der 64-Jährige als Hilfskraft bei der 59-Jährigen aus dem Landkreis Miesbach beschäftigt gewesen sein. Dazu, ob es sich um private Hilfsdienste handelte oder der Mann etwa als Erntehelfer auf einem Bauernhof arbeitete, wollte ein Polizeisprecher auf Nachfrage von t-online keinerlei Angaben machen.

Viele Fragen nach Leichenfund in Bayern noch offen

Die 59-Jährige soll den Rumänen nach seinem Tod von einem Betrieb in Raum Ebersberg in ein Fahrzeug verfrachtet und ihn rund 100 Kilometer quer durch Bayern bis an den Parkplatz an der B307 gebracht haben.

Wie und wann der Mann starb, sei weiterhin Gegenstand der Ermittlungen, hieß es von der Polizei. Im Zusammenhang mit den Ermittlungen seien am Donnerstag zwei Objekte in den Landkreisen Ebersberg und Miesbach durchsucht worden.

Der Sylvensteinstausee oder schlicht Sylvensteinsee ist eine Talsperre im Isarwinkel in der Gemeinde Lenggries, etwa zwölf Kilometer südlich des Ortszentrums. Er wurde in den Jahren 1954 bis 1959 zum Hochwasserschutz im Isartal gebaut.

Share.
Leave A Reply

Exit mobile version