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Der deutsche Staat strebt eine 40-prozentige Beteiligung am Panzer- und Waffenhersteller KNDS an, wie mit der Angelegenheit vertraute Regierungskreise am Mittwoch gegenüber AFP verrieten.

Laut einer „Vereinbarung über die staatliche Beteiligung an KNDS“ soll dieser Anteil zunächst bei 40 % liegen und dann innerhalb von „zwei bis drei Jahren“ auf 30 % reduziert werden, hieß es aus einer Quelle.

KNDS wird derzeit effektiv vom französischen Staat kontrolliert, da es sich teilweise im Besitz der französischen öffentlichen Holdinggesellschaft GIAT Industries befindet und der andere Teil im Besitz der deutschen Familie Wegmann ist.

Das Unternehmen hatte einen Börsengang geplant, zu einer Zeit, in der Verteidigungsaktien boomen und Europa sich auf die Aufrüstung konzentriert. Die Bundesregierung hatte erklärt, sie prüfe eine Investition in den Konzern, um mehr Einfluss auf den Konzern zu gewinnen.

Laut der Quelle erhält Deutschland im Rahmen der Vereinbarung die gleichen Rechte wie der französische Staat, auch nach der Reduzierung seines Anteils.

Frankreich werde seinen eigenen Anteil inzwischen „soweit wie möglich“ reduzieren, fügten sie hinzu. Berlin wird voraussichtlich Aktien zum Börsenpreis kaufen.

KNDS ist ein wichtiger Lieferant für das deutsche und französische Militär und stellt Ausrüstung her, darunter die Kampfpanzer Leopard 2 und Caesar-Haubitzen.

Es entstand 2015 durch den Zusammenschluss der französischen Unternehmen Nexter und der deutschen Unternehmen Krauss-Maffei Wegmann.

Zusätzliche Quellen • AFP

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