Härtester Wettbewerb
Laura Philipp holt Silber beim Ironman in Hawaii
Aktualisiert am 11.10.2026 – 03:59 UhrLesedauer: 2 Min.
Nach einer schweren Saisonhälfte kämpft sich die Heidelbergerin beim härtesten Triathlon der Welt aufs Podest. Ihr Medaillensatz bei der WM ist nun komplett.
Laura Philipp hat beim Ironman auf Hawaii den zweiten Platz belegt. Die 39-jährige Heidelbergerin musste nur der US-Amerikanerin Taylor Knibb geschlagen geben und sicherte sich damit ihren dritten WM-Podestplatz in Folge auf Big Island.
Der Wettkampf begann für Philipp nicht nach Plan: Im Pazifik lief der Schwimmabschnitt unter schweren Bedingungen schlecht. Auf dem Rad zeigte sie dann eine starke und kontrollierte Leistung, wechselte aber mit rund zehn Minuten Rückstand auf die Laufstrecke. Dort arbeitete sie sich Schritt für Schritt nach vorne.
Überholung vor dem Ziel
Wenige hundert Meter vor dem Ziel überholte sie noch die Norwegerin Solveig Løvseth, die als Titelverteidigerin ins Rennen gegangen war. Løvseth torkelte kurz vor dem Ende und lag dann fast benommen auf dem Asphalt. Auch die Britin Lucy Charles-Barclay, Mitfavoritin und frühere Weltmeisterin, musste auf der Laufstrecke entkräftet aufgeben. Philipp überquerte die Ziellinie mit einem Lächeln.
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Für Philipp war es der Abschluss einer unbeständigen Saison, in der sie in der ersten Hälfte mit gesundheitlichen Problemen zu kämpfen hatte. 2023 und 2024 hatte sie auf Hawaii jeweils Platz drei belegt, 2024 gewann sie zudem den WM-Titel in Nizza. Mit dem Silber auf Hawaii ist ihr WM-Medaillensatz nun komplett.
Erstmals seit 2019 starteten Männer und Frauen beim Ironman auf Hawaii wieder gemeinsam. Die Strecke umfasst 3,86 Kilometer Schwimmen, 180,2 Kilometer Radfahren und 42,2 Kilometer Laufen.
Patrick Lange musste aufgeben
Der Deutsche Patrick Lange muss bei der Ironman-WM in Hawaii aufgeben. Nach zwei Stopps auf der Radstrecke und einem immer größeren Rückstand auf die Spitze endete für den mittlerweile 40 Jahre alten Hawaii-Gewinner von 2017, 2018 und 2024 der letzte Auftritt mit Tränen und einer riesigen Enttäuschung.
„Das ist so eines der härtesten DNFs (Did not Finish) in meinem Leben“, sagte Lange rund drei Stunden nach seinem Aus: Die Krämpfe hätten aber nicht mehr aufgehört. Als Erster erreichte völlig überraschend der Franzose Vincent Luis in 7:47:27 Stunden vor Ex-Weltmeister Gustav Iden aus Norwegen und dem US-Amerikaner Matthew Marquardt die Ziellinie.
