Last-Minute-Schnäppchen gebucht

Für sechs Stunden nach Lanzarote: Ist das clever?


28.11.2025 – 15:21 UhrLesedauer: 2 Min.

Ein Easyjet-Flugzeug beim Anflug auf den Flughafen von Lanzarote: Auf der Kanareninsel ist es zu dieser Jahreszeit mild bis sehr warm. (Quelle: Markus Mainka)

Ein Brite fliegt mit seiner Tochter kurz entschlossen und zum Schnäppchenpreis nach Lanzarote. Nach sechs Stunden Aufenthalt kehren die beiden zurück. Die Aktion ist fragwürdig.

Dem regnerischen England für kurze Zeit entfliehen – das wollte ein Brite. Und es gelang ihm so: Der Mann fand im Internet für sich und seine Tochter einen Hin- und Rückflug nach Lanzarote für nur je 68 Euro. Von London-Gatwick aus flogen die beiden morgens viereinhalb Stunden mit der Billig-Airline auf die Kanareninsel, verbrachten dann eigenen Angaben nach sechs Stunden in der Sonne am Strand und stiegen am Abend wieder in den Flieger, um nach Großbritannien zurückzukehren. So berichtete t-online darüber.

In Zeiten von Umweltkrise und Flugscham ist die Aktion fragwürdig. Oder etwa nicht? Wir fragten die Leser von t-online, was sie von dem ungewöhnlichen 5.000-Kilometer-Kurztrip halten. Rund 18.300 Leser stimmten ab. Mehr als die Hälfte von ihnen (9.901) gab an: „Das ist verrückt, weil es eine Umweltsünde ist. Für nur einen einzigen Tag auf die Kanaren zu fliegen und CO2-Emissionen zu erzeugen, kann man nicht rechtfertigen.“

2.424 Teilnehmer (13,2 Prozent) finden den Ausflug „verrückt“, weil der Aufwand viel zu groß ist. Sie klickten an: „Ein Tagesausflug, für den man mindestens zehn bis zwölf Stunden unterwegs ist, kann kein Genuss sein.“

Ein Fünftel der Teilnehmer (3.758) findet die Kurzreise „genial“ und sieht sie als unvergessliches Abenteuer. Immerhin 1.742 Leser fanden, dass man ein solches Last-Minute-Schnäppchen ruhig einmal ausnutzen kann, vor allem, wenn man mit Sonne belohnt wird.

Übrigens: Der Brite hatte angegeben, kein schlechtes Gewissen zu haben, da der Easyjet-Flieger ohnehin den Weg über den Atlantik angetreten hätte, ob nun mit oder ihn an Bord.

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