„Elaisa ist eine von ihnen“

Landwirt will Kühe schlachten – wegen der Dürre


31.07.2026 – 10:56 UhrLesedauer: 2 Min.

Braune Kühe auf einer Weide in den Schweizer Alpen (Symbolbild): Ein Landwirt will notgedrungen mehrere Tiere schlachten. (Quelle: Zoonar.com/Conny Pokorny/imago-images-bilder)

Die Hitze in Österreich und der Schweiz bringt zunehmend auch die Landwirte an ihre Grenzen. Ein Bauer will jetzt seine Kühe schlachten – andernorts wird schweres Gerät aufgefahren.

Die Hitzewelle hält nicht nur Deutschland mit Maximaltemperaturen um 40 Grad weiter auf Trab – auch in Österreich und der Schweiz kämpfen die Menschen mit der Extremhitze. Insbesondere der Landwirtschaft setzen die hohen Temperaturen und die Trockenheit zu.

Der Schweizer Zeitung „20 Minuten“ berichtete ein Bauer aus Basel, er plane nun, sieben seiner 35 Mutterkühe schlachten zu lassen. Der Grund: Das Futter reiche nicht bis zum Winter. Auf den Wiesen wachse wegen der Trockenheit nur halb so viel Gras wie üblich. Seit zwei Wochen verfüttere er daher das Heu, das eigentlich für den kommenden Winter vorgesehen sei. Teures Futter müsse er zukaufen.

  • Wassersportler in Not: Unwetter – Umgestürzte Bäume, Konzert abgesagt
  • Ganze Ortschaft weiß: Unwetter wüten in Österreich – 20 Zentimeter Hagel

Der Entschluss treffe ihn schmerzlich, betonte er. Jede seiner Kühe habe einen Namen. „Meine ältesten Tiere müssen gehen. Elaisa ist eine von ihnen“, so der Bauer zu „20 Minuten“. Die Tiere zu verkaufen, sei keine Option. „Wegen der Dürre haben alle zu wenig Futter.“

Bauer bucht Hubschrauber wegen Wassermangels

Wegen des Futtermangels entschied sich eine andere Bauernfamilie aus der Schweiz jüngst, eine Spendenaktion auf GoFundMe zu starten, um entsprechende Futterkäufe finanzieren zu können. „Unsere 30 Milchkühe brauchen dringend eure Hilfe“, hieß es in dem Aufruf. Mit der Unterstützung könne man „dafür sorgen, dass keine Kuh zum Schlachter muss“. Innerhalb von knapp zwei Wochen kamen knapp 19.000 Franken (gut 20.000 Euro) zusammen.

In Österreich erregte ein Landwirt mit einer Aktion für seine Kühe jüngst Aufsehen: Weil das Trinkwasser für die Tiere von Landwirt Albert Zopf am Hochlecken in Oberösterreich knapp wurde, entschied er sich laut einem Bericht der „Kronen Zeitung“, einen Hubschrauber anzufordern. Dieser transportierte mit Unterstützung der örtlichen Feuerwehr schließlich rund 7.000 Liter Wasser auf die Alm. Normalerweise reiche das gesammelte Regenwasser problemlos bis Mitte September aus, so Zopf, doch in diesem Jahr seien die Reserven bereits jetzt aufgebraucht.

Share.
Leave A Reply

Exit mobile version