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Finanzen

Kurz vor Börsengang: KI-Gigant Anthropic meldet Milliardenverlust

wochentlich.deBy wochentlich.de2 November 2026Keine Kommentare2 Mins Read
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Kurz vor Börsengang

Tech-Gigant meldet Milliardenverlust

02.11.2026 – 20:44 UhrLesedauer: 2 Min.

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Logo von Anthropic: Die KI-Firma will nächste Woche an die Börse gehen (Quelle: Andrej Sokolow)

Aktuelle Zeit:0:00Gesamtdauer:0:00

Kurz vor dem geplanten Börsengang hat die KI-Firma Anthropic ihre Zahlen für das dritte Quartal vorgelegt. Die sind zum Teil tiefrot.

Der OpenAI-Rivale Anthropic hat seit Jahresbeginn Verluste von 104 Milliarden Dollar angehäuft. Der Umsatz sprang unterdessen in den ersten neun Monaten 2026 auf 33,2 Milliarden Dollar von 2,5 Milliarden Dollar im Vorjahreszeitraum hoch, wie aus dem aktualisierten Börsenprospekt hervorgeht. In den ersten drei Quartalen des vergangenen Jahres waren rote Zahlen von 25 Milliarden Dollar angelaufen.

Anthropic steuert auf einen Börsengang in den kommenden Wochen zu – und überholt damit den ChatGPT-Entwickler OpenAI, der für dieses Jahr keine Aktienplatzierung mehr plant.

  • Rekord-Cyberangriff: „Ein Banküberfall mit Internetgeschwindigkeit“
  • Kerosin-Krise: Ryanair erwägt Einfrieren der Gehälter

Im aktualisierten Börsenprospekt ergänzte Anthropic Geschäftszahlen für das dritte Quartal: 23,3 Milliarden Dollar Verlust bei 17 Milliarden Dollar Umsatz. Die roten Zahlen gehen größtenteils auf eine bilanzielle Anpassung zurück. Der operative Verlust lag bei 567 Millionen Dollar.

Investitionen in Höhe von 895 Milliarden Dollar geplant

Zugleich investieren Entwickler Künstlicher Intelligenz gerade in großem Stil in die Entwicklung ihrer KI-Modelle und Rechenkapazität. Im vergangenen Quartal gab Anthropic rund fünf Milliarden Dollar für Computer-Ressourcen aus. Aus dem aktualisierten Börsenprospekt geht auch hervor, dass die Firma für die kommenden Jahre bereits Investitionen von 895 Milliarden Dollar für Kapazität in Rechenzentren und den Ausbau von Infrastruktur veranschlagte. Davon werden knapp 450 Milliarden Dollar vor Ende 2030 fällig.

Anthropic konkurriert mit seinem KI-Assistenten Claude neben ChatGPT auch mit Tech-Schwergewichten wie Google, Microsoft und dem Facebook-Konzern Meta. Zuletzt wurde die schon lange schwelende Sorge von Anlegern, ob die gewaltigen KI-Investitionen zurückverdient werden können, wieder etwas größer. Zudem gibt es nach eigenständigen Hacking-Attacken durch KI-Software eine verschärfte Debatte um Risiken der Technologie.

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