Weder Aliens noch Liebe

Kuriose Formen in Kölner Park – Stadt erklärt die Gründe


29.05.2026 – 14:09 UhrLesedauer: 2 Min.

Grüner Kreis – oder ist es doch ein Herz? – im Kölner Vorgebirgspark: Das Muster ist wohl nur von kurzer Dauer.

Grüner Kreis – oder ist es doch ein Herz? – im Kölner Vorgebirgspark: Das Muster ist wohl nur von kurzer Dauer. (Quelle: Philip Buchen/t-online)

In einem Kölner Park mähte die Stadt merkwürdige Muster in die Wiesen. Was Spaziergänger verwirrte, hat eine simple, recht technische Erklärung.

Wer in diesen Tagen durch den Vorgebirgspark spaziert, wundert sich vielleicht: Inmitten frisch gemähter Flächen ragten am Donnerstag kreisrunde, ungeschnittene Grasinseln empor, andernorts zogen sich wellenartige Korridore über die Wiese. An einer Stelle war sogar deutlich ein Kreis zu erkennen – mit einem etwas romantischeren Blick vielleicht auch ein Herz.

Mancher Sci-Fi-Fan unkte, hier würden Aliens ihre Landung vorbereiten – mit kölschen Kornkreisen gewissermaßen. Was steckt also dahinter? Die Stadt Köln hat auf Nachfrage der Kölner Lokalredaktion von t-online erklärt, was es mit den auffälligen Mustern im Vorgebirgspark auf sich hat. Die Antwort fällt weniger romantisch und auch nicht besonders futuristisch aus.

Hinter den Mustern steckt nämlich ein zweistufiges Mähverfahren, das auf den jeweiligen Stärken zweier Geräte basiert. Zuerst kommt dabei ein wendiger Aufsitzmäher mit rund drei Metern Schnittbreite zum Einsatz, der Ränder, Kurven und Hindernisse auf der Wiese umfährt – und dabei jene im Vorgebirgspark gerade besonders auffälligen Bögen und Korridore in die Wiese zeichnet.

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Wiesen in Kölner Parks werden bis zu achtmal im Jahr gemäht

Hier war kein kreativer Landschaftsgärtner am Werk: Die auffälligen Formen entstehen durch ein zweistufiges Mähverfahren. (Quelle: Philip Buchen/t-online)

Danach übernimmt ein sogenannter Großflächenmäher mit rund zehn Metern Schnittbreite die offene Hauptfläche der Wiesen zum Einsatz. Wo der kleine Mäher bereits war, bleiben die ungemähten Zwischenräume so lange stehen, bis der Große nachkommt – ein Übergangsmoment, den Spaziergänger in diesem Fall mitten im Prozess erwischten. Der kreisförmige Wiesenrest im Vorgebirgspark dürfte also ein kurzlebiges Kunstwerk bleiben.

Wie oft die Wiesen in den Kölner Parks gemäht werden, hängt dabei auch von ihrem Standort ab. Artenreiche Wiesen und Grünflächen an den Straßen, die außerhalb bebauter Gebiete liegen, werden lediglich zweimal jährlich geschnitten. Intensiv genutzte Flächen wie der Innere Grüngürtel oder klassische Liegewiesen, darunter auch der Vorgebirgspark, werden hingegen bis zu achtmal pro Jahr gemäht.

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