Kühlsoftware gehackt – Feuer brechen aus

Hitzeattacke auf Supermärkte: Riesenschaden


Aktualisiert am 13.10.2026 – 07:28 UhrLesedauer: 2 Min.

Eine Tiefkühltruhe in einem Supermarkt (Symbolbild): Nach dem Hackerangriff könnte sich der entstandene Schaden auf mehrere Millionen beziffern. (Quelle: IMAGO/imago)

In der Nacht zum Montag spielen die Tiefkühltruhen in Hunderten Supermärkten in Frankreich plötzlich verrückt. Wenige Stunden später steht in den Regalen nur noch verdorbene Ware.

In Frankreich wurden mehrere Hundert Supermärkte in der Nacht zum Montag Opfer einer mutmaßlichen Cyberattacke. Die Täter sollen aus der Ferne die Temperaturen von Tiefkühlgeräten verändert haben – wie französische Medien übereinstimmend berichten, wurden die Maschinen teilweise auf bis zu 50 Grad aufgeheizt. Der Sender BFM berichtet, dass ein Schaden in Millionenhöhe möglich sei.

Demnach seien Kühlgeräte des dänischen Herstellers Danfoss gehackt worden. Die Täter sollen eine Schwachstelle in einer bestimmten Softwareversion der Kühlgeräte ausgenutzt und so die Abtaufunktion gestartet haben. Die Geräte sollen in der Nacht zum Montag durchgängig geheizt haben.

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Wie die Staatsanwaltschaft laut der französischen Nachrichtenagentur AFP mitteilte, brach in einigen Läden durch die Attacke Feuer aus. Eine Spezialeinheit für Cyberkriminalität habe die Ermittlungen übernommen.

Supermarktangestellte berichten von „Hitzewelle“

Da die Attacke kurz nach Mitternacht durchgeführt wurde, sei sie für mehrere Stunden unbemerkt geblieben. Ein Angestellter aus einem der Märkte berichtete dem französischen Sender BFM, dass ihm am Morgen aus den Kühlschränken eine „Hitzewelle“ entgegengeströmt sei.

Das genaue Ausmaß des Angriffs sei noch nicht klar: Laut dem Unternehmen Les Mousquetaires, dem die Ketten Intermarché und Netto gehören, sind etwa 300 Märkte von dem Angriff betroffen. Das Unternehmen Coopérative U berichtet von Attacken auf etwa 100 eigene Märkte.

Intermaché erklärt BFM, dass der Fall nicht von der Versicherung abgedeckt sei. Der Sender berichtet weiter, dass die Kühltechnik auch von kleineren Läden wie etwa Fleischereien genutzt werde.

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