Krisengeplagter „Starliner“

Boeing-Raumkapsel soll wieder ins All fliegen


Aktualisiert am 30.09.2026 – 13:53 UhrLesedauer: 2 Min.

„Starliner“: Die Raumkapsel soll wieder fliegen. (Archivbild) (Quelle: Uncredited/NASA/AP/dpa/dpa-bilder)

Rund eine Woche sollten zwei US-Astronauten 2024 an Bord der ISS bleiben. Daraus wurden wegen einer Panne des „Starliner“-Raumschiffs neun Monate. Doch die Nasa hält an der Kapsel fest.

Das krisengeplagte Raumschiff „Starliner“ soll nach Plänen der US-Raumfahrtbehörde Nasa 2028 wieder Astronauten zur Internationalen Raumstation (ISS) bringen. Zuvor sei noch in diesem Jahr oder Anfang 2027 eine unbemannte Testmission mit dem vom US-Unternehmen Boeing entwickelten und gebauten Raumschiff geplant, sagte Nasa-Chef Jared Isaacman bei einer Pressekonferenz.

„Wir haben eng mit Boeing gearbeitet, um die Probleme, die auf vorherigen „Starliner“-Flügen identifiziert wurden, anzugehen, und wir haben vor, mit diesem Raumschiff wieder zur Internationalen Raumstation und zukünftigen kommerziellen Zielen zu fliegen“, sagte Isaacman weiter. Teile des Raumschiffs würden dafür neu gestaltet.

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„Starliner“-Projekt schon lange krisengeplagt

Der „Starliner“ war von Boeing im Auftrag der Nasa als Alternative zum „Crew Dragon“ vom Raumfahrtunternehmen SpaceX von Tech-Milliardär Elon Musk entwickelt worden, um Astronauten zur ISS zu bringen.

Vor zwei Jahren flogen die beiden Nasa-Astronauten Suni Williams und Barry Wilmore mit dem „Starliner“ zur ISS und sollten eigentlich nur rund eine Woche dort bleiben. Aufgrund von technischen Problemen mit der Raumkapsel entschied die Nasa aus Sicherheitsgründen jedoch, das vom US-Konzern Boeing entwickelte Raumschiff leer zur Erde zurückfliegen zu lassen.

Nasa-Astronauten saßen neun Monate auf der ISS fest

Williams und Wilmore kehrten erst neun Monate später mit einer anderen „Crew Dragon“-Raumkapsel von SpaceX zur Erde zurück. Die Nasa bewertete die Panne später als „Typ-A-Zwischenfall, die höchste Kategorie der Raumfahrtbehörde für einen Zwischenfall.

Die beiden Nasa-Astronauten erzählten in einem Interview mit dem US-Magazin „Ars Technica“, wie dramatisch die Situation in der „Starliner“-Raumkapsel zeitweise war. Dennoch würden beide wieder mit einem Boeing-Raumschiff fliegen, sagten sie.

„Starliner“ hatte schon vor dem ersten Flug auf der Erde mit technischen Problemen zu kämpfen: Ein defektes Ventil und ein Heliumleck verzögerten den ursprünglich geplanten Start um mehrere Wochen. Ein weiterer Start wurde wegen einer defekten Stromversorgung kurzfristig abgebrochen. Erst der dritte Startversuch war schließlich erfolgreich.

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