Abzocke per E-Mail

Betrüger locken mit Geschenk vom ADAC


31.08.2026 – 13:47 UhrLesedauer: 2 Min.

Das Logo des ADAC: Der Automobilclub hat mehr als 22 Millionen Mitglieder in Deutschland. (Quelle: Christoph Hardt via www.imago-images.de/imago)

Im Namen des ADAC locken Kriminelle mit einer kostenlosen Kühlbox. Doch hinter dem vermeintlichen Geschenk steckt eine Phishing-Masche.

Über ein Geschenk freut man sich doch immer – besonders, wenn man gar nicht damit gerechnet hat. Doch wenn eine angebliche Prämie per E-Mail ins Postfach flattert, sollte man lieber Vorsicht walten lassen. Denn dabei kann es sich um eine Betrugsmasche handeln, wie ein aktueller Fall zeigt.

Derzeit kursieren E-Mails, die ADAC-Kunden ein Geschenk für ihre „langjährige Treue“ versprechen. Dabei handelt es sich um eine „brandneue“ Kühlbox für das Auto. Und dafür muss man nichts anderes tun, als auf einen Link in der Nachricht zu klicken. Doch genau hier wird es gefährlich. Denn die E-Mail zielt darauf ab, persönliche Daten abzugreifen – die Kühlbox gibt es nicht.

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(Quelle: Screenshot E-Mail)

So erkennt man die Betrugsmasche

Die Nachricht enthält einige Anzeichen dafür, dass es sich um Phishing handelt – aber auch einige, die sie professionell erscheinen lassen. Bei Betrugs-Mails fehlt in der Regel eine persönliche Ansprache, die hier allerdings vorhanden ist: Der Empfänger wurde mit seinem richtigen Vor- und Zunamen adressiert (im Beispiel geschwärzt). Zudem wird ein ADAC-Logo verwendet. Die Schriftart hingegen stimmt nicht mit der üblicherweise vom ADAC verwendeten überein, doch solche Details werden oft übersehen.

Ein weiterer Hinweis darauf, dass es sich um einen Betrug handeln könnte, ist der Zeitdruck, der aufgebaut wird. Direkt unter der Abbildung der Kühlbox steht farblich hervorgehoben „Ihr Anspruch erlischt heute um Mitternacht“. Auch unter dem Button mit Link findet sich noch einmal eine Bemerkung dazu, dass das Angebot zeitlich begrenzt ist und zu einem späteren Zeitpunkt nicht mehr wahrgenommen werden kann.

Betrüger bauen in Phishing-Mails oft Zeitdruck auf, um ihre Opfer zu schnellem Handeln zu verleiten. Je schneller der Empfänger reagiert, umso weniger Zeit hat er, um darüber nachzudenken, ob die Nachricht seriös wirkt oder nicht. Auch das Angebot an sich sollte hellhörig machen. Wenn etwas zu gut ist, um wahr zu sein, ist es oft nicht wahr. Besonders dann, wenn man dafür auf einen Link klicken soll.

Wenn Sie eine solche E-Mail erhalten haben, sollten Sie sie am besten direkt löschen oder in den Spam-Ordner verschieben. Klicken Sie auf keinen Fall auf Buttons oder Links, geben Sie keine persönlichen Informationen und Daten preis. Wenn Sie sich unsicher sind, können Sie sich an den Kundenservice des betreffenden Unternehmens wenden. Suchen Sie sich die Kontaktdaten aber nur über die offizielle Webseite heraus.

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