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Lifestyle

Kreuzkümmel und Kümmel: Unterschied, Wirkung & Anwendung

wochentlich.deBy wochentlich.de17 Dezember 2024Keine Kommentare3 Mins Read
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Kreuzkümmel und Kümmel: Unterschied, Wirkung & Anwendung
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Häufig verwechselt

Kümmel und Kreuzkümmel: Wo liegt der Unterschied?

Kümmel und Kreuzkümmel werden häufig miteinander verwechselt oder für ähnliche Gewürze gehalten. Dabei ist der Unterschied zwischen Kümmel und Kreuzkümmel recht groß.

Aktualisiert am 17.12.2024 – 16:52 Uhr|Lesedauer: 2 Min.

Im Gewürzregal finden sich neben Kümmel auch Kreuz- und Schwarzkümmel. Die Samen schmecken aber unterschiedlich und werden für verschiedene Gerichte verwendet. Wir erklären, wo Unterschiede und Gemeinsamkeiten liegen.

Vergrößern des Bildes

Kümmel: Er macht typisch deutsche Gerichte verdaulicher, zum Beispiel Sauerkraut, fette Fleischspeisen oder bayerischen Obazda. (Quelle: Science Photo Library/imago-images-bilder)

Kümmel (Carum carvi) und Kreuzkümmel (Cuminum cyminum) gehören zur Familie der Doldenblütler und sind botanisch nah miteinander verwandt. Doch auch wenn der Name es vermuten lässt, ist der Kreuzkümmel, oder Cumin, keine Unterart des Kümmels. Spätestens in der Küche beziehungsweise auf der Zunge werden die großen geschmacklichen Unterschiede deutlich.

Dies zeigt sich auch an der Verteilung der Gewürze auf dem Globus. Kümmel findet sich vorwiegend auf europäischen Speiseplänen zwischen den Niederlanden und Sibirien. Kreuzkümmel hingegen ist beliebt in den Küchen Indiens, Asiens, Südamerikas, Nordafrikas, im Nahen Osten sowie in der Türkei und in Griechenland.

Kümmel hat ein herbes Aroma, ist aber deutlich milder als Kreuzkümmel, wodurch man ihn ideal mit anderen Gewürzen kombinieren kann. Gerichte wie Kohl, Suppen, Brot, Braten und andere Fleischgerichte eignen sich beispielsweise gut, um sie mit Kümmel zu verfeinern. Auch veredelt er Käse oder Spirituosen.

Kreuzkümmel hat im Vergleich zu Kümmel einen stärkeren Eigengeschmack. Für sein Aroma ist das ätherische Öl Cuminaldehyd verantwortlich, das süßlich-bittere und warm-erdige Noten mit einer gewissen Schärfe vereint. Es passt gut zu Gerichten wie Couscous, Hummus und Falafelbällchen, aber auch zu Hülsenfrüchten wie Linsen und Bohnen. Häufig ist er ein Bestandteil von Gewürzmischungen für Chili con Carne, Currys und Garam Masala.

Am derb-würzigen Aroma von Kümmel scheiden sich die Geister. Dabei gibt es einen Trick: Wem das Aroma von Kümmel zu aufdringlich ist, kann mit etwas geriebener Zitronenschale Abhilfe schaffen.

Im Handel sind Kümmel und Kreuzkümmel gemahlen und als ganze Samen erhältlich. Da das Aroma schnell verfliegt, ist es sinnvoll, die Früchte erst kurz vor der Verwendung zu mahlen oder sie mit der flachen Messerseite anzudrücken. Das Aroma von Kreuzkümmel kann intensiviert werden, indem man die Samen zuvor in einer Pfanne ohne Fett kurz anröstet.

Der Geschmack von Kümmel und Kreuzkümmel unterscheidet sich sehr, die Wirkung weniger. Kümmel ist eine Heilpflanze, Kreuzkümmel ebenso. Beide Gewürze wirken gleich: Sie verbessern die Verdauung und kurbeln den Stoffwechsel an. Neben der Hilfe bei Verdauungsbeschwerden regen beide den Appetit an und sind gut gegen Blähungen und Krämpfe. Insbesondere in Form von magenfreundlichen Tees finden sich beide Gewürze in vielen deutschen Haushalten wieder.

Und was ist mit Schwarzkümmel (Nigella sativa)? Diese Pflanzenart ist weder mit Kümmel noch mit Kreuzkümmel verwandt. Sie gehört zur Familie der Hahnenfußgewächse. Besonders im asiatischen Raum wird Schwarzkümmel als pfefferartiges Gewürz verwendet. Die dunklen Samen werden hierzulande auch „Brotwurz“ genannt, da sie zum Beispiel Fladenbrot würzen.

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