Flaschenwurf im Spielertunnel
BVB-Trainer wird nach Kritik an Toptalent deutlich
31.08.2026 – 18:26 UhrLesedauer: 2 Min.
Samuele Inácio flog am Samstag nach nur drei Minuten mit Rot vom Platz – und ließ danach seiner Wut freien Lauf. Trainer Kovač reagiert nun mit ungewöhnlich klaren Worten.
BVB-Trainer Niko Kovač hat seinen Spieler Samuele Inácio nach einem Flaschenwurf im Spielertunnel öffentlich in Schutz genommen. Der 18-Jährige war zuvor im Spiel gegen den Hamburger SV nach einem groben Foulspiel mit Roter Karte vom Platz gestellt worden – und hatte auf dem Weg in die Kabine eine Wasserflasche gegen das BVB-Wappen geworfen.
In den sozialen Medien war der italienische Stürmer dafür teilweise scharf kritisiert worden. Kovač wandte sich gegen diese Reaktionen: „Wir müssen lernen, dass wir denen keine Plattform geben. Der Junge ist 18 Jahre alt und es ist nichts Großartiges passiert. Da müssen wir jetzt nichts aufblasen, was nicht aufzublasen ist.“
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Der Platzverweis sei Inácio „sehr nahegegangen. Dass er sehr viel Temperament hat, wissen wir. Er ist Südländer, da geht manchmal auch etwas mit einem durch. Das ist normal. Das ist ein junger Mann“, sagte der BVB-Trainer. Für die Kritik in den sozialen Medien zeigte Kovač kein Verständnis: „Also ganz ehrlich, so gehen wir alle irgendwo in die falsche Richtung. Dafür habe ich kein Verständnis.“
DFB sperrt Inácio für zwei Partien
Den Blick richtete er auch auf das Sportliche. Entscheidend sei, „dass wir niemanden verletzt haben und es trotzdem geschafft haben, das Spiel in Unterzahl nach Hause zu bringen“.
Das DFB-Sportgericht belegte den Italiener mit einer Sperre von zwei Spielen. Für die Partie in der ersten Runde des DFB-Pokals gegen den HECB am Dienstagabend (ab 20.45 Uhr im Liveticker bei t-online) wird er verfügbar sein.
