Meist andere Ursachen
Wann deuten Kopfschmerzen auf einen Hirntumor hin?
17.09.2025 – 15:55 UhrLesedauer: 2 Min.

Wiederkehrende Kopfschmerzen sind ein Grund, ärztlichen Rat zu suchen. Die Angst vor einem Hirntumor ist jedoch fast immer unbegründet.
„Könnte es ein Tumor sein?“ Wer immer wieder an unerklärlichen Kopfschmerzen leidet, hat möglicherweise die Sorge, schwer erkrankt zu sein. Ein Hirntumor ist zwar eine mögliche Ursache – viel wahrscheinlicher ist jedoch, dass hinter den Beschwerden etwas anderes steckt.
Hirntumoren sind im Vergleich zu vielen anderen Erkrankungen selten. Im Jahr 2020 erkrankten rund 7.300 Personen in Deutschland an einem bösartigen Tumor des zentralen Nervensystems. Weitaus häufiger ist etwa Migräne: Rund 14 von 100 Frauen und 7 von 100 Männern sind Schätzungen zufolge betroffen. Auch Spannungskopfschmerzen sind weitverbreitet.
Weitere häufige Ursachen von Kopfschmerzen sind zum Beispiel:
Auch Medikamente können Kopfschmerzen als Nebenwirkung haben. Zudem kann der übermäßige Gebrauch von Schmerzmitteln Kopfschmerzen auslösen.
Vergleichsweise selten sind Kopfschmerzen auf ernstere Erkrankungen zurückzuführen. Dazu zählen zum Beispiel eine Hirnhautentzündung oder ausgeprägter Bluthochdruck. Auch ein gut- oder bösartiger Hirntumor ist eine mögliche – jedoch seltene – Ursache. Bei solchen Krankheiten sind Kopfschmerzen meist nicht das einzige Symptom.
Kopfschmerzen sind also zwar belastend, aber in vielen Fällen relativ harmlos. Dennoch gilt: Beschwerden sollten immer ernst genommen werden. Wann ein Arztbesuch zu empfehlen ist, lesen Sie im letzten Abschnitt.
Ein Hirntumor macht sich zwar häufig durch Kopfschmerzen bemerkbar, aber nicht immer. Vielmehr können auch zahlreiche andere Symptome im Vordergrund stehen. Welche genau, hängt vor allem davon ab,
Zu den möglichen Beschwerden durch einen Hirntumor zählen neben Kopfschmerzen etwa:
Kopfschmerzen haben eher selten eine ernste Ursache. Dennoch sollten sie abgeklärt werden. Das gilt insbesondere, wenn
Hellhörig sollten Betroffene auch werden, wenn Kopfschmerzen vor allem nachts oder morgens auftreten und mit Erbrechen verbunden sind. Denn ein Tumor kann den Druck im Hirn erhöhen, welcher dann im Liegen besonders hoch ist und die Beschwerden auslöst. Hier gilt jedoch ebenfalls: Für solche Symptome kommen zahlreiche andere Ursachen infrage.
Um die Ursachen einzugrenzen, wird der Arzt verschiedene Fragen stellen. Zum Beispiel wird er wissen wollen, wie lange die Beschwerden schon anhalten, wie stark die Schmerzen sind oder ob bestimmte Vorerkrankungen bekannt sind. Je nach vermuteter Diagnose schließen sich verschiedene körperliche Untersuchungen an.
