Autobauer unter Druck

Audi muss Absatzziel wohl drastisch senken

24.06.2026 – 16:37 UhrLesedauer: 2 Min.

Audi (Symbolbild): Der Konzern steht vor Problemen. (Quelle: IMAGO/Zoonar.com/Marvin Samuel TOLENTINO-PINEDA/imago)

Die Absatzzahlen von Audi brechen ein – besonders in China und den USA. Nun denkt der Konzern offenbar über eine Korrektur seiner Wachstumsziele nach.

Audi stellt einem Medienbericht zufolge seine mittelfristigen Wachstumspläne auf den Prüfstand. Der Autobauer erwägt demnach, das bisherige Absatzziel von bis zu 2,2 Millionen Fahrzeugen pro Jahr rund zwei Millionen zu senken. Das berichtet das „Handelsblatt“ unter Berufung auf Konzernkreise.

Als Gründe werden die schwache Entwicklung wichtiger Märkte, sinkende Verkaufszahlen in China sowie die Auswirkungen von US-Zöllen genannt. Auf Anfrage äußerte sich Audi nicht zu konkreten Absatzzielen. Das Unternehmen erklärte jedoch, die Zahl der ausgelieferten Fahrzeuge sei nicht die entscheidende Kennziffer. Wichtiger sei ein profitables Wachstum.

  • Vorschlag der Rentenkommission: Minijobs sollen abgeschafft werden
  • Deutschlands Züge stehen still: „Frau Palla hat einen Schrotthaufen geerbt“

Probleme besonders in den USA und China

Nach Angaben des „Handelsblatts“ verkaufte Audi im vergangenen Jahr rund 1,6 Millionen Fahrzeuge. Besonders in China und den USA steht die Marke demnach unter Druck. Die Zulassungszahlen seien dort in den ersten Monaten des Jahres deutlich zurückgegangen.

Für zusätzliche Diskussionen könnte ein weiteres Vorhaben des Unternehmens sorgen. Audi hält dem Bericht zufolge weiterhin an Plänen für eine Produktion in den USA fest. Bislang verfügt die Volkswagen-Tochter dort – anders als BMW und Mercedes-Benz – über kein eigenes Werk.

Nach Informationen aus Unternehmenskreisen ist noch keine Entscheidung über Standort und Umfang einer möglichen US-Produktion gefallen. Als mögliche Option gilt die Fertigung einzelner Modelle im Scout-Werk des Volkswagen-Konzerns im Bundesstaat South Carolina.

Nächste Planungsrunde im Herbst

Sollte Audi gleichzeitig seine Absatzziele reduzieren und zusätzliche Produktionskapazitäten in den USA aufbauen, könnte dies Auswirkungen auf bestehende Standorte haben. Arbeitnehmervertreter fordern laut „Handelsblatt“, zunächst die Auslastung der deutschen Werke sicherzustellen.

Eine Entscheidung über die künftige Strategie wird im Volkswagen-Konzern in den kommenden Monaten erwartet. Im Herbst steht die nächste Planungsrunde an, bei der über Produktionsvolumina und die Verteilung von Modellen auf einzelne Werke beraten werden dürfte.

Share.
Leave A Reply

Exit mobile version