Die Europäische Kommission wird zusätzliche 2 Millionen Euro für die Bekämpfung von Long COVID bereitstellen und die Koordinierung zwischen den Ländern fördern, um die Forschung auszuweiten und die Patienten zu unterstützen.

Die Europäische Kommission hat heute (10. September) ein mit 2 Millionen Euro dotiertes Projekt zur Bekämpfung von Long COVID gestartet, das aus Mitteln des Programms EU4Health finanziert und von der Weltgesundheitsorganisation (WHO) und der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) verwaltet wird.

„Unser Verständnis von Long Covid ist inzwischen viel größer – und doch müssen wir seine Komplexität und die Frage, wie man die Krankheit wirksam behandeln kann, noch besser verstehen“, sagte Gesundheitskommissarin Stella Kyriakides bei der Vorstellung des Projekts in Brüssel.

Bei Long COVID handelt es sich um eine postvirale Erkrankung, die durch Symptome gekennzeichnet ist, die auch nach der Genesung von einer Coronavirus-Infektion bestehen bleiben – zu den Symptomen zählen unter anderem Müdigkeit, Kurzatmigkeit, Herzklopfen, Husten und Schwindel.

In den ersten drei Jahren der Pandemie, zwischen 2020 und 2023, waren nach Angaben der WHO EU-weit 36 ​​Millionen Menschen von dieser Krankheit betroffen.

„Solange wir keine umfassenden Diagnose- und Behandlungsmöglichkeiten für Long Covid entwickeln, werden wir uns nie wirklich von der Pandemie erholen“, sagte WHO-Europadirektor Hans Kluge bei der Vorstellung der Daten.

Wie die Kommission vorstellte, soll das Projekt die Koordinierung der Ansätze der Mitgliedstaaten fördern, einschließlich einer besseren Überwachung und Vergleichbarkeit von Gesundheitsdaten auf EU-Ebene.

Sie soll eine einheitliche Definition für „Long COVID“ festlegen, die sozialen und wirtschaftlichen Folgen der Krankheit bewerten und ein Schulungsprogramm für medizinisches Fachpersonal starten, das den Informationsaustausch fördert.

Das Programm wird außerdem klinische Leitlinien für Mitarbeiter des Gesundheitswesens und politische Entscheidungsträger sowie Empfehlungen an die Mitgliedsstaaten zur Überwachung, Prävention und Behandlung von Fällen bereitstellen.

„Unser Ziel ist es, die sozialen und wirtschaftlichen Folgen von Long COVID zu bewerten, um gezieltere politische Maßnahmen zu ermöglichen“, fügte Kyriakides hinzu.

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