„Gefahr für die Gemeinschaft“
Drogen, Schüsse, Prostitution: Kolumbien schiebt Deutschen ab
20.05.2026 – 21:27 UhrLesedauer: 1 Min.
Die kolumbianische Stadt Medellín hat schon länger Probleme mit Sextouristen. Ein besonders auffälliger Mann aus Deutschland musste das Land nun verlassen.
Nach zahlreichen Beschwerden über wilde Partys, Drogenkonsum, Schüsse in die Luft und lautstarken Streitereien mit Prostituierten über die Bezahlung ist ein Deutscher aus Kolumbien abgeschoben worden. Der Mann habe in einem eleganten Viertel von Medellín immer wieder für Ärger gesorgt und bedrohliches Verhalten gegenüber den Nachbarn gezeigt, teilte die kolumbianische Einwanderungsbehörde mit. Zudem gebe es Hinweise auf die Erstellung pornografischer Inhalte und Kinderprostitution in der Wohnung im exklusiven Stadtteil El Poblado.
Der Mann sei über Madrid nach Frankfurt ausgewiesen worden, teilte die Behörde mit. Er dürfe nun für zehn Jahre nicht nach Kolumbien einreisen. „Wir üben unsere Aufgabe mit der gebotenen Strenge aus, um Kinder, Jugendliche und Frauen zu schützen. Wir werden weiterhin alle notwendigen Maßnahmen ergreifen, wenn Ausländer durch ihr Verhalten das Zusammenleben oder die Sicherheit beeinträchtigen oder eine Gefahr für die Gemeinschaft darstellen“, sagte die Leiterin der Einwanderungsbehörde, Gloria Esperanza Arriero López.
In der für ihr Nachtleben berühmten Millionenmetropole Medellín gibt es schon seit längerem ein Problem mit Sextouristen und Ausländern, die durch ihr Verhalten für ein öffentliches Ärgernis sorgen. Zuletzt war bereits ein Mann mit russischer und US-Staatsbürgerschaft ausgewiesen worden, weil er über etwa zwei Jahre hinweg mit lauten Partys und bedrohlichem Verhalten gegenüber Nachbarn in seinem Wohnviertel für Ärger gesorgt hatte.
