Königsdörffer-Geste Richtung Fans
Provokanter Jubel gegen Ex-Klub: HSV-Trainer mit Ansage
06.09.2026 – 19:39 UhrLesedauer: 2 Min.
Ransford Königsdörffer jubelt nach einem Tor gegen seinen Ex-Klub hämisch. Beim HSV fallen die Reaktionen unterschiedlich aus.
HSV-Trainer Merlin Polzin will dem provokanten Jubel von Ex-Stürmer Ransford Königsdörffer nach der 0:5-Niederlage am Sonntagnachmittag keine große Bedeutung beimessen. „Wenn wir uns nach so einem Spiel, so einer Leistung an so einem Thema aufhalten würden, wäre es der falsche Ansatz“, sagte er auf der Pressekonferenz nach dem Spiel.
Was war passiert? Königsdörffer kam in der 68. Minute ins Spiel und wurde von den HSV-Fans ausgepfiffen. Nachdem er in der 91. Minute den 5:0-Endstand erzielt hatte, jubelte der Angreifer ausgelassen in Richtung der Hamburg-Fans und hielt sich beide Hände hinter die Ohren. Auf dem Feld kam es zu einer kleinen Rudelbildung, da auch HSV-Mittelfeldspieler Nicolai Remberg darüber alles andere als begeistert war. Er sagte nach dem Spiel bei Dazn: „Ich mag ihn unfassbar gern. Aber ich bin hier Kapitän. Wenn einer vor unseren Fans so jubelt, dann muss ich da hingehen. Das gehört sich nicht, das finde ich nicht korrekt. Und das habe ich ihm gesagt.“
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Im Sommer war der 24-Jährige nach vier Jahren und 33 Toren in 138 Spielen vom HSV zu den Hessen gewechselt. Bei den Hanseaten musste er immer wieder heftige Kritik für seine Leistungen einstecken. Daher zeigte auch Remberg zumindest etwas Verständnis für sein Verhalten. „Natürlich hat er hier viel abbekommen. Das hat man von außen gar nicht mitbekommen, wie schlimm die Beleidigungen gegen ihn waren. Aber so ein Jubel hat einen kleinen Beigeschmack.“
HSV-Trainer Polzin wollte dem Thema eben auch aufgrund der deutlichen Klatsche keine große Beachtung schenken. Zumal der Stürmer die Ex-Kollegen im Anschluss in der Kabine besuchte. „Am Ende will ich das jetzt auch nicht überbewerten, wie das Tor fällt oder wer das Tor macht oder was danach passiert – ist mir ehrlicherweise jetzt scheißegal“, sagte er bei Dazn.
Mainz-Trainer Urs Fischer machte seinem Schützling auch keinen Vorwurf, aber „man sollte es auch nicht übertreiben“, sagte er bei Dazn.
