Ganze Familie ist im Krankenhaus
Gesundheitszustand von König Harald V. verschlechtert sich
Aktualisiert am 27.08.2026 – 10:09 UhrLesedauer: 2 Min.
Seit mehr als einer Woche ist König Harald V. im Krankenhaus. Jetzt gibt das norwegische Königshaus ein Update zu seinem Zustand.
In einer Pressemitteilung, die der norwegische Palast in Oslo am Donnerstag, dem 27. August veröffentlichte, hieß es: „Der Gesundheitszustand Seiner Majestät des Königs hat sich verschlechtert.“ Der Palast betonte zudem, der Zustand von Harald V. sei „sehr ernst“. Kronprinz Haakon und Königin Sonja sagten alle ihre Termine für den Tag ab.
Am Sonntagabend hatte der Palast darüber informiert, dass sich der Gesundheitszustand des 89-Jährigen am Wochenende verschlechtert habe. Er bekommt Antibiotika wegen einer bakteriellen Infektion im Blut. Seit dem 17. August liegt der Monarch im Osloer Nationalkrankenhaus, zuvor war er wochenlang mit Kortison gegen die Blutkrankheit hämolytische Anämie behandelt worden.
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Haralds Sohn, Kronprinz Haakon, ist Norwegens Regent. Am Krankenbett wechselten sich die Familienmitglieder bislang ab. Wie Norwegens öffentlich-rechtlicher Rundfunk NRK berichtete, sind am heutigen Donnerstag mehrere Fahrzeuge mit Mitgliedern der Königsfamilie am Osloer Nationalkrankenhaus eingetroffen: Kronprinz Haakon, Kronprinzessin Mette-Marit, Prinz Sverre Magnus, Königin Sonja sowie Prinzessin Astrid, die Schwester von Harald V.
Für König Harald V., der seit 1991 auf dem Thron sitzt, ist es nicht der erste gesundheitliche Rückschlag: 2024 bekam er nach einer Infektion in Malaysia einen Herzschrittmacher; im Februar wurde er auf Teneriffa behandelt.
Das norwegische Königshaus verzeichnet derzeit eine Phase gesundheitlicher Belastungen innerhalb der Familie. Die schwer lungenkranke Kronprinzessin Mette-Marit, Frau von Prinz Haakon, hatte im Juni eine neue Lunge bekommen. Ohne das neue Organ hätte sie nach Einschätzung von Ärzten nur noch ein Jahr zu leben gehabt.
Auch Prinzessin Astrid, die Schwester des Königs, leidet unter gesundheitlichen Problemen, darunter einer Herzschwäche. Zudem belasten die aktuellen Skandale das Königshaus: Zum einen kamen frühere Kontakte von Kronprinzessin Mette-Marit zu dem verurteilten Sexualstraftäter Jeffrey Epstein ans Licht. Zum anderen sorgt der Strafprozess gegen Mette-Marits Sohn, Marius Borg Høiby – den sie 2001 mit in die Ehe mit Kronprinz Haakon brachte –, für anhaltenden öffentlichen Druck. Im Juni wurde er unter anderem wegen zweier Vergewaltigungen nach norwegischem Recht zu vier Jahren Haft verurteilt. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig.
