Kurz vor geplantem Start
Kölner Weihnachtsmarkt auf der Kippe – Klage eingereicht
03.11.2026 – 16:41 UhrLesedauer: 2 Min.
Wenige Tage vor der Eröffnung der ersten Kölner Weihnachtsmärkte gibt es Unmut. Ein Anwohner klagt gegen die Veranstaltung.
Die ersten Kölner Weihnachtsmärkte sollen bereits ab der kommenden Woche Adventsstimmung verbreiten, doch im Stadtteil Zollstock droht kurz vor der Eröffnung Ärger. Ein Anwohner hat gegen das Konzept des Weihnachtsmarktes „Veedelsadvent“ geklagt, der am kommenden Mittwoch (11. November) auf dem Marktplatz am Höninger Weg eröffnen soll. Er bemängelt erhebliche Einschränkungen für die Anwohner.
Eine Sprecherin des Kölner Verwaltungsgerichtes bestätigte am Dienstag (3. November) eine Klage gegen den Weihnachtsmarkt. „Es ist ein Eilverfahren zu dem Vorhaben am Dienstag eingegangen“, sagte sie der Kölner Redaktion von t-online. Zunächst hatte der „Kölner Stadt-Anzeiger“ berichtet. Eine Entscheidung könnte bereits in den kommenden Tagen fallen.
Kölner Weihnachtsmarkt: „Veedelsadvent“ in Zollstock auf der Kippe
Ursache für das Eilverfahren ist vor allem der Wegfall von Parkplätzen, die üblicherweise auf dem Marktplatz zur Verfügung stehen. Diese sollen aufgrund des Weihnachtsmarktes bis zum 30. Dezember, also für rund sieben Wochen, vollständig wegfallen. Anwohner Marcel Schmitz sagte dem „Kölner Stadt-Anzeiger“: „Wir waren völlig geschockt, als wir das gehört haben. Die Parkplatzsituation in Zollstock ist ohnehin schwierig und durch mehrere Baustellen seit geraumer Zeit noch angespannter. Das ist absolut unzumutbar“
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Beim Amt für öffentliche Ordnung betonen die Verantwortlichen, örtliche Vereine und die Interessengemeinschaft „Zollstock im Wandel“ seien an der Planung beteiligt gewesen. Auch Polizei, Feuerwehr und die Stadt hätten mitgewirkt. Ein Parkraumkonzept sei allerdings weder vorgelegt noch verlangt worden. Und: Für eine Änderung der Genehmigung sieht die Behörde keinen Anlass.
Weihnachtsmärkte in Köln: Tausende Besucher ab Mitte November erwartet
Marcel Schmitz möchte sich laut dem Bericht damit nicht zufriedenzugeben. Im Eilverfahren soll nun das Verwaltungsgericht über die Genehmigung entscheiden. Veranstalter des Weihnachtsmarktes ist der Verein „Liebe dein Veedel“. Dessen Vorsitzender Thomas Kohs sagte dem „Kölner Stadt-Anzeiger“: „Wir wissen, dass der Veedelsadvent Einschränkungen mit sich bringt, besonders beim Parken. Die Parkplatznot hat allerdings schon vorher bestanden.“
In der kommenden Woche werden die ersten Weihnachtsmärkte in Köln eröffnet. Die größten von ihnen, etwa auf dem Roncalliplatz am Dom, erwarten in den kommenden Wochen Tausende Besucher.
