Weitreichende Folgen
Rheinpegel in Köln fällt weiter – Prognose sinkt unter 50 Zentimeter
10.08.2026 – 08:35 UhrLesedauer: 2 Min.
Der Rheinpegel in Köln sinkt weiter – und ein Ende ist nicht in Sicht. Bis Donnerstag könnte der Wasserstand auf nur noch 48 Zentimeter fallen.
Die Lage am Rhein in Köln bleibt angespannt. Am Montagmorgen lag der Pegel nach Angaben des Elektronischen Wasserstraßen-Informationsservice (Elwis) bei 62 Zentimetern. Damit bewegt sich der Wasserstand weiterhin auf einem außergewöhnlich niedrigen Niveau.
Und die Aussichten lassen zunächst keine Entspannung erkennen: Nach der aktuellen Prognose dürfte der Rheinpegel in Köln in den kommenden Tagen weiter fallen. Für Montag (10. August) wird im Verlauf des Tages ein Wert von 57 Zentimetern erwartet. Am Dienstag soll der Pegel auf etwa 53 Zentimeter zurückgehen, am Mittwoch auf rund 50 Zentimeter.
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Am Donnerstag, 13. August, könnte schließlich eine besonders niedrige Marke erreicht werden: Die Abschätzung sieht für 7 Uhr morgens nur noch 48 Zentimeter vor. Die Werte für die weiter entfernten Tage sind allerdings mit größerer Unsicherheit verbunden als kurzfristige Vorhersagen.
Damit würde der Rheinpegel in Köln noch einmal deutlich unter den ohnehin extrem niedrigen Werten der vergangenen Tage liegen. Bereits Anfang August hatte das Niedrigwasser für erhebliche Einschränkungen gesorgt. Unter anderem mussten Schifffahrtsunternehmen Fahrten absagen oder ihre Schiffe mit weniger Ladung betreiben.
Rhein in Köln: Niedrigwasser wird zum Problem für Frachtschiffe
Für die Binnenschifffahrt ist nicht allein der am Pegel angezeigte Wert entscheidend. Er entspricht nicht der tatsächlichen Wassertiefe in der Fahrrinne. Sinkende Pegelstände bedeuten aber, dass Frachtschiffe immer weniger Tiefgang haben dürfen und deshalb häufig deutlich weniger Ladung aufnehmen können. Dadurch sinkt die Transportkapazität auf dem Rhein erheblich.

Die Folgen reichen inzwischen bis auf die Autobahnen. Nordrhein-Westfalen hat wegen der angespannten Niedrigwasserlage das Sonn- und Feiertagsfahrverbot für bestimmte Lkw-Transporte vorübergehend ausgesetzt. Sie soll Unternehmen ermöglichen, Güter, die nicht mehr oder nur eingeschränkt per Schiff transportiert werden können, verstärkt auf der Straße zu befördern.
Die Regelung gilt in NRW zunächst bis Ende August. Auch andere Bundesländer entlang des Rheins haben entsprechende Ausnahmen beschlossen.