Katastrophe in Bar
Brandopfer aus Crans-Montana hat Kölner Klinik verlassen
15.05.2026 – 14:15 UhrLesedauer: 2 Min.

Mehrere Monate lang wurde eine Person mit schwersten Verbrennungen in Köln behandelt. Sie war während der Brandkatastrophe in Crans-Montana verletzt worden.
Nach der schweren Brandkatastrophe in einer Bar im schweizerischen Crans-Montana ist das in Köln behandelte Opfer wieder zu Hause. Das bestätigte eine Sprecherin der städtischen Kliniken auf Anfrage der Kölner Redaktion von t-online. Der Patient habe die Klinik bereits vor einigen Wochen verlassen können, so eine Sprecherin weiter.
Aus Gründen des Patientenschutzes machten die Verantwortlichen keine Angaben zum aktuellen Gesundheitszustand, Alter und Geschlecht. Der Patient habe bei der Entlassung darum gebeten, dass keine weiteren Details mit den Medien geteilt werden, erklärten die städtischen Kliniken auf Anfrage weiter.
Crans-Montana: Kölner Brandopfer hat Kliniken in Köln-Merheim verlassen
Nach der Brandkatastrophe in der Silvesternacht in einer Bar in Crans-Montana waren mehrere Opfer nach Deutschland ausgeflogen worden. Neben den städtischen Kliniken in Merheim hatte auch das Universitätsklinikum in Aachen einen Patienten aufgenommen. Er wurde zwischenzeitlich nach einer Verbesserung des Zustands allerdings wieder zurück in die Schweiz verlegt.
Die Kliniken in Merheim verfügen über eine spezielle Intensivstation für Schwerverbrannte. Dort können Betroffene unter besonderen Bedingungen gut behandelt und entsprechend versorgt werden. Dabei sind wochen- oder monatelange Behandlungen nicht unüblich. Noch im März hatte sich der betroffene Patient in Behandlung in Merheim befunden. Auch damals machten die städtischen Kliniken keine Angaben zum Gesundheitszustand.
Brandkatastrophe in Crans-Montana: Opfer leiden unter schwersten Verbrennungen
In der Silvesternacht war in einer Bar im Schweizer Ski-Ort Crans-Montana ein Feuer ausgebrochen. 41 Menschen wurden dabei getötet, 115 verletzt. Aufgrund der fehlenden Behandlungskapazitäten in der Schweiz wurden Brandopfer auch nach Italien, Österreich und Deutschland ausgeflogen. Die städtischen Kliniken in Köln hatten ebenfalls ihre Unterstützung angeboten.
Die Staatsanwaltschaft ermittelt unter anderem gegen die Barbetreiber, aber auch gegen weitere Personen außerhalb der Gemeinde Crans-Montana. Als Reaktion auf die Brandkatastrophe erhöhte das Ordnungsamt im Kölner Karneval die Kontrollen in Gaststätten, insbesondere in Bezug auf den Brandschutz und jederzeit zugängliche Rettungswege und Notausgänge.
