Zucker und Plastik

Kölner Brauerei-Verband stellt sich gegen Steuerpläne


05.11.2026 – 10:33 UhrLesedauer: 1 Min.

Bierkästen an einem Kiosk in Köln-Deutz (Archivbild): Der Kölner Brauerei-Verband fordert einen Stopp der Steuerpläne für Zucker und Plastik. (Quelle: Christoph Hardt via www.imago-images.de/imago)

Eine geplante Zucker- und Plastiksteuer lehnt der Kölner Brauerei-Verband ab. Der Grund: Viele Brauereien würden schon jetzt unter finanziellen Belastungen leiden.

Ab dem 1. Juli 2027 soll in Deutschland eine neue Zucker- und Plastiksteuer greifen. Betroffen wären unter anderem zuckerhaltige Getränke sowie Verpackungen und Deckel aus Kunststoff. Das Vorhaben stößt auf Kritik von Politik und Wirtschaftsverbänden. Auch der Kölner Brauerei-Verband kritisiert die Steuerpläne. Das Vorhaben würde „die Unternehmen mit zusätzlichen Kosten und bürokratischen Verpflichtungen belasten“, erklärt der Brauereiverband in einer Pressemitteilung.

Laut Christian Kerner, Geschäftsführer des Kölner Brauerei-Verbandes, stünde die Brauereien ohnehin schon unter einem erheblichen wirtschaftlichem Druck, der durch zusätzliche Steuern und damit einhergehende Verwaltungsverfahren noch weiter erhöht werden würde. „Wir brauchen weniger Bürokratie und verlässliche Rahmenbedingungen, damit die regionale Brauwirtschaft wettbewerbsfähig bleibt“, so Kerner.

KBV-Chef Christian Kerner: Er warnt vor einer Einführung der Zuckersteuer. (Quelle: Marcus Gloger/Kölner Brauerei-Verband )

Kölner Brauerei-Verband fürchtet finanzielle Belastungen

Insbesondere sieht der Verband die geplante Zuckersteuer auf Erfrischungsgetränke als kritisch an. Diese würde „umfangreiche Dokumentations- und Kontrollpflichten sowie Investitionen in betriebliche Abläufe und Warenwirtschaftssysteme erfordern“, was die Kassen der Brauereien belasten könnte. Ähnliches gelte für eine Plastiksteuer. Die geplanten Steuern würden die wirtschaftlichen Belastungen verschärfen, „ohne dass ein zusätzlicher ökologischer Nutzen erkennbar wäre“, so der Verband weiter.

Er fordert deshalb, „die beiden Steuervorhaben zu stoppen und ihre wirtschaftlichen Folgen umfassend zu prüfen“. Bestehende Regeln zur Verpackungsvermeidung und Förderung von Mehrwegsystemen sollten konsequent genutzt werden, statt weitere Regelungen einzuführen, so der Kölner Brauerei-Verband abschließend.

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