Nürnberger Klinikum betroffen
Kritische Schwachstelle legt Behörden-Webseiten lahm
21.10.2026 – 18:40 UhrLesedauer: 1 Min.
Eine neu entdeckte IT-Schwachstelle zwingt Behörden zum Handeln. Mehrere Einrichtungen haben ihre Internetauftritte vom Netz genommen. Auch Nürnberg ist betroffen.
Wegen einer als kritisch eingestuften Sicherheitslücke in der Programmiersprache PHP haben bayerische Behörden ihre Webseiten am Mittwoch vorsorglich abgeschaltet. Betroffen waren unter anderem mehrere Ministerien, die Polizei, das Landratsamt Rhön-Grabfeld und das Klinikum Nürnberg.
PHP ist eine der meistgenutzten Programmiersprachen im Web. Auf ihr laufen einfache Blogs ebenso wie große Nachrichtenportale, Onlineshops und Verwaltungssysteme wie WordPress. Die neu entdeckte Schwachstelle betrifft damit einen erheblichen Teil der weltweiten Internetinfrastruktur.
Sicherheitspatch soll kommen
Sowohl das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) als auch das Bayerische Landesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (LSI) gaben Warnungen heraus. Das LSI stufte die Schwachstelle als „kritisch“ ein. Das BSI empfahl Betreibern von Internetangeboten ausdrücklich, ihre Server im Zweifel vollständig vom Netz zu nehmen.
Die Entwickler des PHP-Projekts kündigten für Mittwochnachmittag die Veröffentlichung eines Sicherheitspatches an. Das bayerische Innenministerium bestätigte, seinen Internetauftritt auf Empfehlung von BSI und LSI vorsorglich abgeschaltet zu haben. Das Update laufe bereits. Eine Sprecherin des Ministeriums sagte, man gehe davon aus, dass die Unterbrechung etwa eine Stunde dauern werde. Danach solle die Webseite wieder erreichbar sein.
