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Politik

Klingbeil macht Trump für neue Schulden mitverantwortlich

wochentlich.deBy wochentlich.de5 Juli 2026Keine Kommentare3 Mins Read
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Klingbeil macht Trump für neue Schulden mitverantwortlich
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Pragmatische Lösung bei Krankschreibung

Klingbeil stimmt auf weitere Reformen ein

Von afp, reuters, dpa, t-online

Aktualisiert am 05.07.2026 – 20:49 UhrLesedauer: 2 Min.

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SPD-Chef Lars Klingbeil im „Sommerinterview“ der ARD. (Quelle: Christophe Gateau/dpa/dpa-bilder)

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Vize-Kanzler Klingbeil kündigt in der ARD weitere Neuerungen an. Im Streit um die Krankschreibung deutet SPD-Chef eine pragmatische Lösung an.

Noch diskutiert das Land über das Reformpaket von Schwarz-Rot und die Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung ab dem ersten Krankheitstag, da stimmt Bundesfinanzminister und SPD-Chef Lars Klingbeil das Land auf weitere Veränderungen ein. Die Vereinbarungen von Union und SPD seien „kein Grund, sich selbstzufrieden zurückzulehnen“, sagte Klingbeil im ARD-„Sommerinterview“ am Sonntag. Der Vize-Kanzler weiter: „Wir haben jetzt ein kleines Stück Weg geschafft, aber noch nicht mehr.“

  • Beschlüsse: Das steht im Reformpaket von Schwarz-Rot
  • Analyse: Die Koalition ist besser als ihr Ruf

Die Koalition hatte in der Vorwoche ein umfassendes Reformpaket vorgelegt. Der SPD-Vorsitzende geht davon aus, dass es bei den Beratungen im Bundestag noch die eine oder andere Änderung geben wird. Er rate aber dazu, das Paket nicht mehr aufzuschnüren.

„Nicht krank zum Arzt schleppen“

Doch plädierte Klingbeil für eine „pragmatische Umsetzung“ der umstrittenen Verschärfung der Krankschreibungsregeln. Er sprach sich dafür aus, betriebliche oder tarifrechtliche Regelungen für dieses Vorhaben zu finden. Man müsse sich „nicht krank zum Arzt schleppen und auch nicht krank auf die Arbeit schleppen“, sagte Klingbeil. Eine Bescheinigung werde zwar ab dem ersten Tag gebraucht, das bedeute aber nicht, dass diese schon ab dem ersten Tag geholt werden müsse.

Klingbeil räumte im ARD-Interview ein, dass die Beschlüsse Belastungen für alle Menschen bringen würden. „Wir werden den Menschen etwas abverlangen müssen“, sagte er. Aber: „Nichts tun und unser Land einfach in diesem Status quo belassen, und dieser Status quo hat sich ja über 20 Jahre aufgebaut, das wäre das Schlimmste, was man diesem Land gerade antun könnte.“ Die Maßnahmen seien wegen des Reformstaus in Deutschland notwendig.

Zugleich verteidigte der Finanzminister die hohe Verschuldung im Haushaltsentwurf für das kommende Jahr. Der von US-Präsident Donald Trump begonnene Iran-Krieg habe die „Wachstumshoffnungen abgebremst“, sagte Klingbeil. „Das schlägt voll rein.“ Dass Schulden gemacht werden müssten, sei auch Folge der notwendigen Aufrüstung der Bundeswehr: Denn gegenüber Russlands Präsident Wladimir Putin könne sich Deutschland „nicht mit der schwarzen Null verteidigen“.

Das Bundeskabinett will am Montag Klingbeils Haushaltsentwurf für 2027 beschließen. Das Budget sieht höhere Schulden und Ausgaben vor als zunächst geplant. Die Neuverschuldung fällt im Vergleich zu den Eckwerten vom Frühjahr um knapp acht Milliarden Euro höher aus und beträgt nun 118,7 Milliarden Euro.

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