Das änderte sich nach einer Stunde. Die Hoffenheimer übernahmen wieder das Kommando, der HSV zeigt erneute Abwehrschwächen, die Lemperle nutzte. Danach durfte Kramaric unter dem Applaus der TSG-Fans sein Jubiläumsspiel vorzeitig beenden. Für den Kroaten kam Asllani, der prompt traf. Philippe sorgte für Ergebniskosmetik, vergab dann aber vom Punkt.
Holprig und zäh wurde es für Frankfurt gegen Augsburg. Das große Selbstvertrauen, das die Eintracht noch zu Saisonbeginn auszeichnete, ist aktuell verschwunden. Schon nach drei Minuten musste Torhüter Michael Zetterer erstmals hinter sich greifen, als Augsburgs Abwehrchef Chrislain Matsima wuchtig ins Tor köpfte – wegen einer Abseitsposition wurde das Tor nach längerer Video-Unterbrechung aber zurückgenommen.
Danach übernahmen die Gastgeber zunehmend die Kontrolle, ohne richtig zwingend zu werden. Ansgar Knauff (10.) und Arthur Theate (21.) kamen immerhin zu guten Abschlüssen im Strafraum. Doch zunächst parierte Augsburgs Schlussmann Finn Dahmen, dann zielte der belgische Verteidiger freistehend aus kurzer Distanz zu hoch. So ging es mit einem 0:0 der wenig aufregenden Sorte und deutlich vernehmbaren Pfiffen der Fans in die Kabine. Und das, obwohl zwei der schwächsten Defensivreihen aufeinandertrafen.
Nach der Pause kamen Uzun und Neu-Nationalspieler Nathaniel Brown dann schnell – sie sollten dem statischen Eintracht-Spiel Dynamik und neue Ideen verleihen. Uzun kam direkt in seine Aktionen, leistete sich aber ein paar einfache Abspielfehler. Auch die Gäste aus Augsburg spielten ihre Konter häufig unsauber zu Ende. In der letzten halben Stunde wurde es turbulent: Erst brachte Doan die Eintracht mit einem abgefälschten Schuss in Führung. Dann erhöhte Augsburg das Risiko und kam zu Chancen. Abwehrspieler Noahkai Banks nutzte kurz vor dem Ende eine Unaufmerksamkeit zum Ausgleich – doch auch dieses Tor wurde wegen einer Abseitsposition unmittelbar davor aberkannt.
Die Wolfsburger erwischten einen Traumstart, die Gladbacher einen ersten Durchgang zum Vergessen. Wimmer verarbeitete eine herrliche Hereingabe von Lovro Majer technisch anspruchsvoll und traf zur frühen Führung für den VfL. Kurz nachdem er Borussen-Keeper Moritz Nicolas mit einem Flachschuss geprüft hatte, traf Koulierakis auf der anderen Seite ins eigene Netz. Das Kopfballduell, das der Grieche dabei mit Haris Tabakovic geführt hatte, wurde von Schiedsrichter Patrick Ittrich am Bildschirm noch mal auf ein mögliches Foul des Gladbacher Stürmers überprüft. Der Treffer behielt aber seine Gültigkeit.
