Er war zu 95 Prozent weg

Kimmich enthüllt Abschiedsgedanken vom FC Bayern


08.06.2026 – 23:05 UhrLesedauer: 2 Min.

Joshua Kimmich: Er steht seit 2015 in München unter Vertrag. (Quelle: IMAGO/Darius Simka)

Die Wertschätzung im Verein spielte eine entscheidende Rolle für Joshua Kimmichs Zukunft in München. So knapp stand er vor einem Wechsel.

Joshua Kimmich hat seine Abschiedsgedanken beim FC Bayern enthüllt. „Der Support des Vereins war nicht so da, wie man sich das erhofft oder wünscht“, erklärt Kimmich in der ZDF-Dokumentation „Kapitän Kimmich“, die ab dem 9. Juni in der ZDF-Mediathek zu sehen ist. „Ich hatte das Gefühl, dass die Bayern sehr offen sind, mich abzugeben. Das trägt nicht dazu bei, dass die Bindung zwischen Verein und Spieler größer wird.“

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Es kam zum Gespräch zwischen Kimmich und Bayerns Sportvorstand Max Eberl. „Wenn du weg möchtest, dann bist du zum Verkauf, dann ist das möglich“, bestätigte Eberl damals Kimmichs Gefühl. Im Sommer 2024 wurde der Kapitän der deutschen Nationalmannschaft mit einem Bayern-Ende in Verbindung gebracht. „Stand jetzt weiß ich nicht, was passieren sollte, dass ich hier verlängern würde“, sagte Kimmich vor zwei Jahren in der Dokumentation. „Ich will es nicht zu 100 Prozent ausschließen, aber zu 95 Prozent sehe ich es nicht kommen, dass ich hier verlängere.“

„Das Finanzielle war krass“

Zeitgleich zeigte Paris Saint-Germain Interesse am Mittelfeldstrategen. „Mit Paris war ein Verein da, der sich sehr committet hat. Einer, den ich auch gar nicht so auf dem Zettel hatte“, gibt Kimmich nun Einblicke. Er habe sich mit Sportdirektor Luís Campos und Trainer Luis Enrique ausgetauscht. „Wenn das Interesse groß ist, und ich muss sagen, die haben das wirklich gut gemacht und einem echt den Eindruck vermittelt, dass sie einen wirklich haben wollen, dann ist das schon so, dass man sich damit beschäftigt“, so Kimmich.

Joshua Kimmich (l.): In der abgelaufenen Saison scheiterten die Bayern im Champions-League-Halbfinale an PSG. (Quelle: IMAGO/ Matthieu Mirville)

Ein Wechsel im Sommer platzte allerdings. Wenige Monate später, im Winter 2025, versuchte es PSG erneut. Sportdirektor Campos besuchte Kimmich in München. „Das hat mich schon gecatcht. Ich sollte da ein wichtiges Puzzlestück sein als ein Spieler mit etwas mehr Erfahrung. Und das macht dann schon was mit einem“, offenbart er. Kimmichs Frau Lina, die Campos und Trainer Enrique am PSG-Trainingsgelände getroffen hatte, kommt in der Dokumentation ebenfalls zu Wort. Sie erzählt, dass das Paar sich sogar Schulen und Wohngegenden in Paris angesehen hätte.

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