Seltos kommt mit Benzinern

Kia bringt neues SUV nach Europa


Aktualisiert am 12.05.2026 – 07:43 UhrLesedauer: 3 Min.

Breiter Kühlergrill, integrierte Hauptscheinwerfer und Tagfahrlichter, die die Breite betonen: Kia setzt beim Seltos auf den großen Auftritt. (Quelle: Kia)

Kia bringt sein Welt-SUV Seltos als Benziner auf den europäischen Markt. Zwischen Niro und Sportage zielt das Modell auf Konkurrenten wie den VW T-Roc.

In anderen Teilen der Welt wie den USA oder Indien gehört er schon zu den Bestsellern der Marke: Der Kia Seltos startet in seiner zweiten Modellgeneration auch bei uns. Während die Elektro-SUVs EV3, EV5 und EV9 das Thema Strom besetzen, positioniert sich der Seltos als Kompakt-SUV mit klassischem Verbrenner.

Zwischen Niro und Sportage

Das Modell schließt eine Lücke in Kias SUV-Programm: Der Seltos reiht sich zwischen dem kleineren Niro und dem größeren Sportage ein. Eine Ablösung des Niro sei damit nicht verbunden, betont CEO Ho-Sung Song – beide Fahrzeuge sollen unterschiedliche Zielgruppen ansprechen. Der Niro setzt auf Hybridantriebe, während der Seltos zunächst mit reinen Benzinern startet.

Markant: Die seitliche Fensterlinie läuft nach oben hin, am Heck gibt es ein nicht durchgängiges Leuchtenbank und – analog zur Front – vertikale Lichtleisten als Einrahmung. (Quelle: Kia)

Mit einer Länge von 4,43 Metern zielt der Seltos auf das B-SUV-Segment, in dem auch der etwas kleinere VW T-Roc oder Toyota C-HR unterwegs sind. Für Europa plant Kia rund 60.000 Fahrzeuge pro Jahr. Die Gesamtproduktion soll bei mehr als 400.000 Einheiten jährlich liegen.

Mut zur Kante

Optisch greift der Seltos das Design der EV-SUVs auf. Der massive, breite Grill ist unter anderem dem Benzinantrieb geschuldet, die Haube ist kantig und flach, fast wie bei einem Geländewagen. Die Frontscheinwerfer sitzen gut getarnt im Grill und sollen – so Chefdesigner Karim Habib – den Hightech-Charakter herausstellen. Ähnliches kennen wir vom Konzernbruder Hyundai Tucson. Die Seitenlinie verläuft ruhig, bekommt im hinteren Bereich einen leichten Knick nach oben. Die Türgriffe sind in die Karosserie versenkt. Am Heck zieht sich ein Leuchtenband über die gesamte Breite, nur unterbrochen vom Kia-Logo. Die Rückleuchten selbst sind schmal gehalten.

Entwickelt wurde das Design in mehreren Kia-Zentren: das Äußere in China, der Innenraum in Europa, final abgestimmt in Korea.

Innen reduziert, aber mit echten Tasten

Der Innenraum präsentiert sich aufgeräumt: Ein flaches, horizontal betontes Armaturenbrett und ein zentrales Panoramadisplay bestimmen den Look. Zwei 12,3-Zoll-Bildschirme – für Tacho und Infotainment – werden ergänzt durch ein 5-Zoll-Touchfeld für die Klimabedienung. Der Getriebewahlhebel befindet sich am Lenkrad.

Aufgeräumt: Cockpit im typischen Kia-Stil mit Displays, aber auch Knöpfen zur Bedienung.

Praktisch: Unterhalb der mittleren Lüftungsdüsen sitzt eine Leiste mit echten Tasten für den Schnellzugriff auf wichtige Funktionen. Kia kombiniert haptische Bedienelemente mit digitalen Oberflächen und ermöglicht über Nutzerprofile eine personalisierte Einrichtung. Ein Sprachassistent mit KI-Funktion ist ebenso an Bord wie ein digitaler Fahrzeugschlüssel per Smartphone oder Smartwatch.

Recht variabel gibt sich der Innenraum: Der Radstand von 2,69 Metern soll für Platz sorgen, die Rücksitze sind neigungsverstellbar (je 12 Grad vor und zurück), die Vordersitze können in einen Relax-Modus wechseln. Kopfstützen in Netzoptik erinnern an die E-Modelle der Marke. Das Gepäckabteil fasst mindestens 536 Liter, der Ladeboden ist höhenverstellbar, ein Schienensystem erleichtert die Organisation. Das Panoramaglasdach lässt Licht hinein.

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