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KI-Musikerin oder echt? So entlarven Sie KI-generierte Songs

wochentlich.deBy wochentlich.de21 Januar 2026Keine Kommentare2 Mins Read
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KI-Musikerin oder echt? So entlarven Sie KI-generierte Songs
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Andere Stimmen sehen KI in der Musikbranche weniger kritisch und vertrauen darauf, dass sich die Originalität echter Künstlerinnen und Künstler gegen KI-Songs langfristig durchsetzen werde.

Mittlerweile gibt es spezielle Anwendungen, die mithilfe komplexer Technologien KI-generierte Songs prüfen und erkennen können. Die Webseite „BeatsToRapOn“ bietet solch einen „AI-Music-Detector“ an und erklärt, was typische KI-Merkmale sind:

Ähnlich wie im Fall von Sienna Rose deutet nicht unbedingt nur der Klang eines Musikstücks auf KI hin. Auch das Coverbild der Single, das Profilbild auf den Streamingplattformen sowie die Beschreibung der Künstlerin oder des Künstlers können Hinweise liefern. Fehlen etwa ein Profil in den sozialen Medien, Liveauftritte sowie Angaben zu Produktion und Label, könnte es sich um eine fiktive Person handeln.

Ein weiterer Hinweis ist eine Vielzahl an Songs, die in kürzester Zeit veröffentlicht wurden. Die Produktion eines Albums braucht in der Regel Zeit, solch eine Massenproduktion ist für „echte“ Musiker deshalb eher unrealistisch.

Trotz dieser KI-typischen Merkmale macht es der technologische Fortschritt zunehmend schwieriger, KI-generierte Songs zu erkennen.

Auf Anfrage von t-online gibt der KI-Experte und Musiker Stephan Baumann vom Deutschen Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz seine Einschätzung zum Song „Into the Blue“ von Sienna Rose:

„In meiner subjektiven Einschätzung ist der Song nicht direkt als KI-Song auszumachen, wenn man ihn unbedarft hört. Bei einem analytischen Hören kann man der Produktion jedoch die gängigen KI-Klischees unterstellen: Der Songtext ist okay, aber es fehlen spannende Twists. Die Songstruktur ist vorhersehbar und der Stimme fehlt am Ende der emotionale Tiefgang. Dies ist ein instinktives Gefühl, das sich nach mehrmaligem Hören entwickelt. Den Song kann man nicht in Dauerschleife hören, denn dann offenbart er seine Vorhersehbarkeit.“

Ob man KI-Songs erkennt, könne auch mit dem heutigen Hörverhalten zusammenhängen, ergänzt Baumann: „Entscheidend ist unsere Aufmerksamkeitsspanne: Da wir Songs mittlerweile oft nur noch 15 Sekunden checken, bevor wir sie in unseren sozialen Medien verbauen (Instagram, TikTok …), findet erst mal kein kritisches Hören statt.“

Für manche mag es enttäuschend sein, wenn sich das aktuelle Lieblingslied als KI-generiert entpuppt. Inwiefern diese Information jedoch die Rezeption und Bewertung eines Hits beeinflusst, bleibt Ansichtssache.

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