Umstrittene Sozialreformen
Reiche macht klare Ansage zur Rente
04.10.2026 – 15:37 UhrLesedauer: 2 Min.
Katherina Reiche fordert eine Entscheidung über die Rentenreform bis zum Ende des Jahres. Sie mahnt die SPD-Ministerin Bas zur Vorlage eines Gesetzentwurfs.
Die in der schwarz-roten Koalition umstrittene Rentenreform muss nach den Worten von Bundeswirtschaftsministerin Katherina Reiche (CDU) bis zum Jahresende beschlossen sein. Reiche forderte Arbeitsministerin Bärbel Bas (SPD) auf, zügig den Gesetzentwurf zur geplanten Rentenreform vorzulegen.
Bas wisse um die Erwartung, sagte Reiche der „Bild am Sonntag“: „Sie hat den Koalitionsbeschluss vor dem Sommer ja nicht nur mitgetragen. Sie hat ihn aktiv mitverhandelt. Sie hat auch das Ergebnis der Rentenkommission gewürdigt.“
Ende Juni hatte die von der Bundesregierung eingesetzte Rentenkommission 33 Vorschläge vorgelegt, wie man die Rente reformieren sollte, um sie wieder auf sichere Beine zu stellen. Dazu gehören die Abschaffung der abschlagsfreien Frührente nach 45 Beitragsjahren, die Anpassung des Renteneintrittsalters an die Lebenserwartung und die Einführung einer Kapitalrente in der gesetzlichen Rentenversicherung. Vor allem die Abschaffung der sogenannten „Rente mit 63“ wird in der SPD und in Teilen der CDU kritisch gesehen.
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Reiche erwartet von der SPD Bekenntnis zu Renten-Beschluss
Reiche betonte mit Blick auf den Widerstand in der SPD-Spitze gegen die Abschaffung der „Rente mit 63“, sie vertraue darauf, „dass wir das, was wir im Kabinett beschlossen haben und vor allem das, was die Koalition in langen, langen Verhandlungen auf den Tisch gelegt hat, auch durchtragen“.
Reiche warnte vor einem Aufweichen der Rentenempfehlungen der Kommission. „Wir diskutieren darüber, ob es Härtefälle geben mag. Aber ein Aufweichen und grundsätzlich Bausteine herauszunehmen und diese zur Disposition zu stellen, das kann nicht meine Zustimmung sein“, sagte Reiche.