„Erst wedeln sie mit Geld“
Buckelwal Timmy: Kapitän äußert sich zu Vorwürfen
Aktualisiert am 08.05.2026 – 13:05 UhrLesedauer: 2 Min.
Nach der Freisetzung von Wal Timmy geriet die Schiffscrew in den Fokus der Kritiker. Der Kapitän der „Robin Hood“ weist jede Schuld von sich – und nennt neue Details.
Der Kapitän des Schleppers „Robin Hood“ weist den Vorwürfe zurück, dass es bei der Freisetzung von Buckelwal Timmy zu Tierquälerei gekommen ist. Wie Martin Bocklage dem „Nordkurier“ am Freitag erzählte, wurde das Tier nicht an Seilen ins Meer gezogen. Stattdessen hätten die Helfer das komplette Dock, auf dem das Tier lag, bewegt.
Im Video | Am Konvoi: Buckelwal Timmy schießt Fontänen
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Wie der 42-Jährige erklärte, war er an der Planung der Rettungsaktion nicht beteiligt – er sei lediglich „wie ein Taxifahrer“ gebucht worden. Während der Rettung ist es laut ihm auf dem Rettungskahn chaotisch zugegangen. Bocklage berichtete dem „Nordkurier“: „Die Experten haben sich unentwegt gestritten und keine wirkliche Idee gehabt, was zu tun ist.“
Nach der Freisetzung des Wals hatten sich auch die beiden Geldgeber der angeblichen Rettung von der Aktion distanziert – und von einer nicht abgesprochenen Aktion der Schiffscrew gesprochen. Bocklage sagte: „Erst wedeln sie mit Geld und dann droht man uns mit Anzeigen.“
Nach seiner Einschätzung sei der Wal vor der Freisetzung bei bester Gesundheit gewesen. Je näher sie dem Atlantik kamen, desto stärker habe sich der Zustand des Tieres gebessert. Bocklage erklärte: „Der hat getobt in dem Becken, und seine Haut sah immer frischer aus.“
Im Netz sehen sich Bocklage und seine Familie seit der Freisetzung des Wals mit Anfeindungen konfrontiert. Seine Frau, Christine Bocklage, erklärte dem „Nordkurier“: „Es gibt eine Welle an Beleidigung, Bedrohungen und Verleumdungen, mit denen wir niemals gerechnet haben. Es ist alles nicht mehr zu fassen.“
