Explosionen bei Merz-Besuch in Kiew

Kanzler verurteilt „barbarische Angriffe“


04.10.2026 – 13:19 UhrLesedauer: 2 Min.

Bundeskanzler Friedrich Merz (rechts) mit Wolodymyr Selenskyj, dem Präsidenten der Ukraine: Während der Kanzler in Kiew war, griff Russland die Metropole an. (Quelle: Evgeniy Maloletka)

Während der Bundeskanzler Kiew besucht, greift Russland die Brücken in der ukrainischen Hauptstadt an. Friedrich Merz findet dafür klare Worte.

Beim Besuch von Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) in Kiew ist am Sonntag mehrfach Luftalarm ausgelöst worden. Während der Kanzler in der ukrainischen Hauptstadt zu Gast war, griff Russland eine der zentralen Brücken in Kiew an.

Wie ein Reporter der Nachrichtenagentur AFP berichtete, waren auch Explosionen in der Ferne zu hören, als Merz zusammen mit dem ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj die Akademie der Wissenschaften besuchte. Die Akademie war am Montag von einer russischen Drohne getroffen worden. Merz forderte ein Ende der „barbarischen Angriffe“ gegen die Zivilbevölkerung.

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Auch Selenskyj verurteilte die Angriffe und betonte, dass die ukrainische Hauptstadt eine „schreckliche Situation“ erlebe, mit „grauenvollen Tagen und Nächten“ wegen der ständigen Angriffe. Er nannte die russischen Angreifer „absolute Barbaren“. Selenskyj hob zudem im Onlinedienst Telegram hervor: „Es ist wichtig, dass die Ukraine nicht alleine gelassen wird angesichts dieses Terrors.“

Moskau will Ukraine weiter angreifen

Russland kündigte derweil verstärkte Angriffe auf die Ukraine an. Das Verteidigungsministerium in Moskau erklärte am Sonntag, infolge der Erklärung von Selenskyj zu verstärkten Angriffen auf russische Ölraffinerien werde die russische Armee ihre Angriffe „auf militärische und militärisch-industrielle Anlagen sowie damit zusammenhängende Infrastruktur in Kiew und anderen Regionen der Ukraine intensivieren“.

Merz war am Morgen in Kiew eingetroffen. Wenig später wurde erneut eine wichtige Brücke in Kiew bei einem russischen Angriff getroffen, wie Bürgermeister Vitali Klitschko mitteilte. Bilder in Onlinenetzwerken schienen eine Rakete zu zeigen, die auf der Brücke einschlägt – mit einem Feuerball, der danach aufsteigt. Zuvor waren bereits andere Brücken in Kiew in den vergangenen Tagen angegriffen worden.

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