„Kann nicht schwitzen, nicht weinen“

Peter Maffay hält nicht viel von KI-Musik

31.07.2026 – 17:45 UhrLesedauer: 1 Min.

Peter Maffay: Der Musiker hat mehr als 50 Millionen Tonträger verkauft. (Quelle: IMAGO/Christoph Hardt)

Peter Maffay bezieht klar Stellung gegen Songs, die mit Künstlicher Intelligenz (KI) erstellt wurden. Ein Gerichtsurteil gibt ihm Rückenwind.

Peter Maffay hat sich in München kritisch zu Künstlicher Intelligenz in der Musik geäußert. Der 76-Jährige sagte: „KI kann nicht schwitzen, kann nicht weinen. Das ist eine humane Qualität.“ Die Leistungen von KI seien zwar erstaunlich. Doch wenn KI auf Basis menschlichen Schaffens arbeite, „dann müssen diejenigen, die diese Substanz geschaffen haben, bezahlt werden“, sagte Maffay.

Der Rockstar stellte die Frage, wer künftig auf der Bühne stehen solle. „Da muss irgendjemand hin, der zwei Beine hat und zwei Hände und der handgemachte Musik macht und auf Emotionen eingeht und auf das Publikum“, sagte Peter Maffay.

Münchner Gericht schützt Musiker

Das Landgericht München I hatte zuvor das Urheberrecht deutscher Künstler gestärkt. Die Musikverwertungsgesellschaft Gema hatte gegen den Anbieter des KI-Musikgenerators Suno geklagt. Sie sah die Urheberrechte ihrer Künstler verletzt. Das Gericht gab der Klage weitgehend statt. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig.

Im dem Fall ging es um sechs bekannte Musikstücke: „Atemlos“, „Daddy Cool“, „Mambo No. 5“, „Big in Japan“, „Forever Young“ und „Rasputin“. Mit ihnen war das Model von Suno trainiert worden und gab sie bei Tests der Gema nach Überzeugung des Gerichts wiedererkennbar wieder.

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