Druck auf Bürgermeister wächst
Tennismatch während Stromausfall: Wegner muss sich erklären
08.01.2026 – 07:41 UhrLesedauer: 2 Min.
Berlins Regierender Bürgermeister Kai Wegner spielte Tennis während des Stromausfalls. Nun muss er sich vor seiner eigenen Fraktion rechtfertigen.
Berlins Regierender Bürgermeister Kai Wegner (CDU) muss sich am Donnerstag vor seiner eigenen Fraktion für sein Verhalten während des Stromausfalls erklären. Wie die „Berliner Morgenpost“ und die „B.Z.“ berichten, wurde für 8 Uhr morgens eine außerplanmäßige Sitzung der CDU-Fraktion im Landesparlament einberufen.
Einziges Thema der Sondersitzung ist Wegners Verhalten am ersten Tag des Stromausfalls nach einem Brandschlag. Die Einladung zur Sitzung wurde den Berichten zufolge am Mittwochabend gegen 19.45 Uhr verschickt. In der CDU-Fraktion erwarte man eine Erklärung von Wegner, warum er nicht gleich die Wahrheit gesagt habe.
Wegner hatte bei „Welt TV“ bestätigt: „Ja, ich war am Samstag zwischen 13 und 14 Uhr eine Stunde Tennis spielen“. Er habe „einfach mal den Kopf freikriegen“ müssen, nachdem er seit 8.07 Uhr am Telefon gesessen und wegen des Stromausfalls die zuständigen Behörden abtelefoniert habe. Er sei jedoch die ganze Zeit am Handy erreichbar gewesen – auch während des Tennisspiels mit Bildungssenatorin Katharina Günther-Wünsch, mit der Wegner seit 2023 liiert ist.
Dem rbb sagte Wegner: „Rückblickend hätte ich das am Sonntag sagen sollen, was ich am Samstag gemacht habe.“ Auf einer Pressekonferenz am Sonntag hatte er auf die Frage von „B.Z.“, wo er am Samstag gewesen sei, geantwortet: „Zu Hause. Ich habe mich in meinem Büro zu Hause eingeschlossen.“
