„Kann schiefgehen“
Sexistischer Post: Ministerium muss sich entschuldigen
05.09.2026 – 08:40 UhrLesedauer: 1 Min.
Weil das Justizministerium einen TikTok-Trend aufgriff, steht es nun in der Kritik. Es folgt eine Entschuldigung.
Das Bundesjustizministerium hat sich für einen Social-Media-Post entschuldigt. Zuvor waren Vorwürfe aufgekommen, der Kanal habe sich auf dem Kurznachrichtendienst Threads sexistisch geäußert. „Nicht immer gelingt ein Post und kann schiefgehen – so wie es hier der Fall war“, schrieb der Account daraufhin. Man habe sich die Kritik zu Herzen genommen und entschuldige sich.
Konkret ging es um einen Thread-Post, der über die Gefahren von „Buy now, pay later“, also dem Kaufen von Produkten auf Raten oder auf Rechnung, warnen sollte. „Ich muss es jetzt nicht bezahlen, also kann ich es mir leisten. Sagt mir bitte, dass euer Threadmin mit diesem Girl Math nicht allein ist“, schrieb das Justizministerium dazu.
„Girl Math“ (Mädchenmathe) bezeichnet auf TikTok einen Trend der Schönrechnerei. Nutzer kritisierten, die Nutzung des Begriffs werte Frauen ab, da ihnen unterstellt werde, nicht rechnen zu können. Eine Nutzerin schrieb: „Was ist das denn für ein frauenfeindlicher Kommentar?“ Eine andere kommentierte: „Das Justizministerium diskriminiert mal eben alle Frauen.“
Den Originalpost ließ das Ministerium aus Transparenzgründen stehen. Es gehöre zur Kultur im Ministerium, für Fehler geradezustehen. Den Post zu löschen würde auch bedeuten, die Kommentare darunter zu löschen. Das wolle man nicht.
