Teure Folgen drohen
Umfrage: Junge Menschen fürchten Werkstattbesuche
Aktualisiert am 16.10.2025 – 11:18 UhrLesedauer: 3 Min.
Der Reifenwechsel steht an – doch vielen Autofahrern wird beim Gedanken an den Werkstattbesuch mulmig. Was sie beunruhigt und wie sich Stress vermeiden lässt.
Mit dem Herbst beginnt für viele Autofahrer auch die Saison der Werkstatttermine – doch die ist offenbar mit mehr Sorgen verbunden als gedacht. Laut einer aktuellen, repräsentativen Umfrage im Auftrag des Autoportals Autoscout24 verspüren 73 Prozent der deutschen Autofahrer Unbehagen oder Angst beim Werkstattbesuch. Besonders stark betroffen: die Generation Z. In der Altersgruppe der unter 30-Jährigen geben neun von zehn Befragten an, Werkstätten mit Unbehagen zu begegnen.
Gründe dafür gibt es viele. Die häufigste Sorge: überhöhte Reparaturkosten. 42 Prozent befürchten, dass ihnen unnötige oder zu teure Arbeiten aufgeschwatzt werden. Auch die Ungewissheit über die Dauer der Reparatur oder der Umgang mit Ersatzfahrzeugen sorgen bei vielen für Unbehagen.
Vor allem fehlendes Wissen spielt dabei eine Rolle. Fast ein Fünftel der Befragten fühlt sich der Situation in der Werkstatt hilflos ausgeliefert – aus Sorge, technische Zusammenhänge nicht richtig einschätzen zu können. Jede fünfte Person misstraut zudem der Sorgfalt der Werkstatt, sechs Prozent fühlen sich aufgrund der Automarke oder des Zustands des Autos be- oder sogar verurteilt.
Frauen äußern in der Befragung deutlich häufiger Bedenken als Männer – sowohl mit Blick auf mögliche Kosten als auch hinsichtlich technischer Überforderung. Einige (16 Prozent) fürchten auch, vom Werkstattpersonal nicht ernst genommen zu werden. Bei den Männern ist es nur etwa jeder Zweite.
Wenig überraschend also, dass viele Autofahrer versuchen, den Werkstattbesuch zu umgehen. Ein Viertel der Befragten erledigt kleinere Reparaturen selbst, knapp ebenso viele wechseln ihre Reifen eigenständig. Jeder Fünfte verschiebt notwendige Termine so lange wie möglich.
Das bleibt nicht immer folgenlos: Neun Prozent sind nach eigener Aussage schon einmal wegen einer aufgeschobenen Reparatur liegen geblieben, fünf Prozent berichten sogar von Unfällen. Acht Prozent haben den Werkstattbesuch ganz vermieden und das Auto lieber stehen gelassen, etwa nach dem Aufleuchten einer Warnleuchte.
Auffällig ist: Besonders junge Fahrer setzen auf alternative Strategien. Fast jeder Fünfte unter 30 lässt das Auto von Freunden oder Verwandten in die Werkstatt bringen. Das zeigt einerseits eine hohe Unsicherheit, andererseits auch ein Bemühen, das Problem zu lösen. Über die Altersgruppen hinweg tun dies lediglich zehn Prozent.
1. Vorbereitung spart Zeit – und Missverständnisse
Bevor es in die Werkstatt geht, sollten ein paar Daten parat liegen: Modell, Baujahr, Kilometerstand, eventuelle Umbauten. Wer Probleme feststellt, sollte sie konkret beschreiben – am besten schriftlich. Wann tritt das Geräusch auf? Bei welcher Geschwindigkeit? Wie oft? Eine kurze Probefahrt vorher hilft, alles bewusst noch einmal wahrzunehmen.
