Schwere Verbrennungen

Jugendlicher nach „Trainsurfing“ gestorben


Aktualisiert am 15.10.2026 – 17:13 UhrLesedauer: 2 Min.

Bei der Rettung des 14-Jährigen war auch ein Hubschrauber im Einsatz. (Archivbild) (Quelle: Jan Ohmen/dpa/dpa-bilder)

In Köln wird ein Regionalzug gestoppt, nachdem Fahrgäste Schreie hören. Rettungskräfte finden einen Teenager vor – der ist nun gestorben.

Ein auf dem Dach eines Regionalzuges in Köln durch Stromschläge lebensgefährlich verletzter Jugendlicher ist gestorben. Die Kölner Polizei bestätigte entsprechende Medienberichte. Der 14-Jährige war beim sogenannten Trainsurfing auf dem Dach des Zuges mitgefahren und hatte dabei am Sonntagabend einen Stromschlag erlitten.

Wie die Bundespolizei mitteilte, hatten Passagiere im Regionalexpress RE5 am Sonntagabend gegen 20:50 Uhr zwei Lichtblitze und Hilferufe wahrgenommen. Infolgedessen alarmierten die Fahrgäste der „Bild“ zufolge den Schaffner, der daraufhin die Notbremse auslöste. Der Zug kam kurz vor dem Bahnhof Köln Süd auf freier Strecke zum Stehen.

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Der Lokführer entdeckte den Jugendlichen mit schwersten Verbrennungen zwischen zwei Waggons. Bei der Bergung des Schwerverletzten waren die Sanitäter vor große Herausforderungen gestellt. Denn die Oberleitung musste zunächst abgeschaltet und geerdet werden. Laut WDR verging so eine halbe Stunde bis die Rettungskräfte den 14-Jährigen vom Dach des Zugs retten konnten.

Köln: Jugendlicher erlitt schwere Verbrennungen

Laut Polizeiangaben waren 80 Prozent seines Körpers von starken Verbrennungen betroffen. Ein Rettungshubschrauber brachte den 14-Jährigen in eine Fachklinik in Köln-Merheim. Dort ist er am Mittwoch verstorben.

Zum Zeitpunkt des Unfalls waren rund 600 Menschen an Bord des Zuges. Drei Reisende klagten über gesundheitliche Beschwerden und wurden von Rettungskräften vor Ort versorgt. Der Zug setzte seine Fahrt anschließend bis zum Bahnhof Köln Süd fort, wo die Fahrgäste in einen Ersatzzug umsteigen konnten. Wegen des Unfalls blieb die Strecke etwa drei Stunden lang gesperrt. Die Folgen für den Bahnverkehr waren erheblich: Insgesamt 38 Züge verspäteten sich um zusammengerechnet 2.775 Minuten.

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