Die Schlüsselduelle in der Nationalelf
Klopps großes Casting beginnt
22.09.2026 – 13:44 UhrLesedauer: 5 Min.

Jürgen Klopp startet mit einem XXL-Kader in seine Amtszeit. Das Gedränge ist groß, auf vier Positionen scheint die Entscheidung völlig offen.
In der Vorwoche bestätigte der Deutsche Fußball-Bund, was schon Tage zuvor durchgesickert war: In seiner ersten Länderspielpause setzt Jürgen Klopp auf ein XXL-Aufgebot. Für die vier Spiele gegen die Niederlande, Griechenland (zu Hause und auswärts) sowie Serbien nominierte der neue Bundestrainer 44 Profis, darunter elf Neulinge.
Klopp teilte seine Nominierten dabei in zwei Kader auf: Für die ersten beiden Spiele besteht sein Aufgebot aus 24 Spielern, für den zweiten Doppelpack auf dem Papier zunächst aus 21. Torhüter Finn Dahmen taucht in beiden Kadern auf, weitere Profis aus dem ersten Aufgebot sollen zudem die Chance bekommen, sich auch im zweiten Kader zu präsentieren.
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Ganz unabhängig davon, ob ein Nationalspieler im ersten oder im zweiten Aufgebot steht, gilt: Alle erhalten die Chance, beim Bundestrainer vorzuspielen und sich über die XXL-Länderspielpause hinaus für das Nationalteam zu empfehlen. Das Gedränge bei Klopps Casting ist groß, denn perspektivisch wird die Kadergröße wieder auf ein Normalmaß von 23 bis 27 Profis schrumpfen. Und zu Spielbeginn können ohnehin nur elf Mann auf dem Feld stehen.
Einige Plätze scheinen dabei zumindest vorerst sicher vergeben zu sein: Marc-André ter Stegen ist die Nummer eins, in der Innenverteidigung haben Nico Schlotterbeck und Jonathan Tah die besten Karten. Joshua Kimmich soll das Spiel aus dem Mittelfeldzentrum heraus lenken und vor ihm werden Florian Wirtz sowie Jamal Musiala als Kreativköpfe gefragt sein.
Auf vier Positionen hingegen scheint die Situation gänzlich offen: Bei den Rechtsverteidigern, auf der Sechs, auf dem rechten Flügel und im Sturmzentrum hat Klopp eine große Auswahl.
Hinten rechts gibt es drei klare Kandidaten
Die Zeit von Kimmich als Außenverteidiger soll im Nationalteam vorbei sein, folglich ist eine Neubesetzung notwendig. Mit der größten Erfahrung tritt dabei Ridle Baku an. Der Profi von RB Leipzig hat seit 2020 acht Länderspiele bestritten, sein Debüt feierte er noch unter Joachim Löw. Im Klub ist er momentan als Rechtsverteidiger gesetzt, in den vergangenen Jahren spielte er aber auch schon weiter vorn. Defensiv offenbarte er zuweilen Schwächen.
Josha Vagnoman bringt ein ähnliches Profil mit. Seine Dynamik und sein Vorwärtsdrang bringen ihn immer wieder in Abschlusspositionen, für den VfB Stuttgart hat er bereits zwei Saisontore erzielt. Im Nationalteam kam er unterdessen erst zweimal zum Einsatz. Gänzlich neu im Kreise des DFB-Teams ist Philipp Treu. Der 25-Jährige hat sich in der Vorsaison als Rechtsverteidiger des SC Freiburg festgespielt und gehört in den ersten, für den Sport-Club so erfolgreichen Saisonwochen zu den konstantesten Profis. Er ist wohl der defensivstärkste Profi unter den ausgebildeten Rechtsverteidigern.