Liechtensteiner übernimmt

Umstrittener Fis-Präsident abgewählt

Aktualisiert am 11.06.2026 – 13:45 UhrLesedauer: 2 Min.

Johan Eliasch: Seine Zeit bei der Fis ist vorbei. (Quelle: IMAGO/GEPA pictures/ Matthias Trinkl)

Fis-Präsident Johan Eliasch hatte keinen guten Ruf. Nun ist klar: Er darf sein Amt nicht länger ausüben.

Johan Eliasch ist nicht länger Präsident des Ski- und Snowboard-Weltverbands Fis. Beim Kongress in Belgrad verlor der häufig kritisierte Funktionär die Wahl knapp gegen Alexander Ospelt aus Liechtenstein. Eliasch erhielt 64 Stimmen, Ospelt kam auf 65. Damit übernimmt der Liechtensteiner das Amt für die kommenden vier Jahre.

Der schwedisch-britische Milliardär Eliasch galt als eine der umstrittensten Persönlichkeiten im internationalen Skisport. Kritik gab es unter anderem an seiner Amtsführung, seinen Vermarktungsideen und der finanziellen Entwicklung des Verbands. Für seine Kandidatur hatte sich Eliasch kurzfristig sogar die georgische Staatsbürgerschaft gesichert.

DSV-Vorstand Stefan Schwarzbach sagte: „Dieser jahrelange Alptraum ist vorbei. Mit nur einer Stimme Vorsprung – knapper hätte es kaum sein können.“

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Nach seiner Niederlage zeigte sich Eliasch gelassen. „Ich habe immer gesagt, dass dies für mich eine Win-win-Situation sein würde, denn entweder bekomme ich mein Leben zurück oder ich gewinne die Wahl. So oder so bin ich also sehr glücklich“, sagte er.

Gleichzeitig erhob er schwere Vorwürfe gegen das Internationale Olympische Komitee. Er habe von vielen Seiten gehört, dass das IOC versucht habe, Einfluss auf die Abstimmung zu nehmen. „Dagegen müssen wir standhaft bleiben, denn wir sind eine unabhängige Organisation“, erklärte Eliasch.

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Die Wahl wurde nach einem Antrag eines Mitglieds auf der Tagesordnung vorgezogen. Zudem beschlossen die Delegierten kurzfristig, die Abstimmung per Wahlzettel statt, wie ursprünglich vorgesehen, elektronisch durchzuführen.

Eliasch war 2021 Nachfolger von Gian Franco Kasper geworden, der den Verband mehr als 20 Jahre geführt hatte. Der Chef des Sportartikelherstellers Head war mit dem Versprechen angetreten, die Fis zu reformieren und zusätzliche Einnahmen für Verband und nationale Verbände zu generieren.

2022 war er noch ohne Gegenkandidaten wiedergewählt worden. Zuvor waren wichtige Ski-Nationen wie Deutschland, Österreich und die Schweiz mit dem Versuch gescheitert, Eliasch abzuwählen.

Auch Athleten waren nicht zufrieden

Während seiner Amtszeit stand Eliasch mehrfach in der Kritik. Gegner beschrieben seinen Führungsstil teilweise als autokratisch. Zudem warfen Funktionäre ihm vor, die Fis wirtschaftlich in Schwierigkeiten gebracht zu haben.

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