So umgehen Sie den Aufschlag

Spritpreise schießen in die Höhe


27.06.2026 – 12:41 UhrLesedauer: 2 Min.

Der Preissprung kommt: Mit dem Ende des Steuernachlasses werden Benzin und Diesel wieder deutlich teurer. (Quelle: Sven Hoppe/dpa/dpa-bilder)

Kommende Woche fällt der Tankrabatt. Benzin und Diesel verteuern sich markant. Wer die Tricks der Konzerne durchschaut, rettet im letzten Moment bares Geld.

An Deutschlands Tankstellen beginnt ein Wettlauf gegen die Zeit. Am 1. Juli läuft der Tankrabatt aus. Damit entfällt die Steuererleichterung, und Sprit wird deutlich teurer. Wer die letzten günstigen Stunden nutzen möchte, sollte im richtigen Moment tanken.

Warum die Preise erst am Mittag steigen

Durch den Wegfall des Rabatts steigen die Preise rechnerisch um 16,7 Cent pro Liter. Doch der große Sprung nach oben pünktlich um Mitternacht bleibt aus. Dafür sorgen das Gesetz und die Vorräte der Tankstellen. Die sogenannte 12-Uhr-Regel verbietet den Betreibern, die Preise am Vormittag des 1. Juli anzuheben. Außerdem lagert in den Tanks noch Kraftstoff, den die Stationen steuerbegünstigt eingekauft haben.

Experten erwarten deshalb zwei Wellen: Einige Anbieter werden die Preise schon vor dem Monatswechsel erhöhen. Die Mehrheit wartet jedoch bis zum 1. Juli um 12 Uhr, wenn die Frist abläuft.

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Wann Sie jetzt tanken sollten

Wer sparen will, sollte am besten dieses Wochenende tanken. Da zum Wochenbeginn die ersten Tankstellen ihre Preise anpassen werden, bieten sich Samstag und Sonntag als sicherste Gelegenheiten an. Sie sollten jedoch nicht zu lange warten, da sich sonst lange Warteschlangen vor den Zapfsäulen bilden könnten.

Steuermilliarden ohne Wirkung für Verbraucher

Der Rabatt kostet den Bund 1,6 Milliarden Euro und hinterlässt ein Loch in den Staatsfinanzen. Das Fazit vieler Ökonomen fällt dementsprechend negativ aus. Aus ihrer Sicht kam ein großer Teil des Geldes nie bei den Autofahrern an. Stattdessen versickerten in den ersten sechs Wochen bis zu 200 Millionen Euro in den Kassen der Konzerne, während für die einzelnen Autofahrer kaum etwas übrig blieb.

Bundeswirtschaftsministerin Katherina Reiche: Die CDU-Politikerin lehnt einen staatlichen Spritpreisdeckel ab. (Quelle: IMAGO/ESDES.Pictures, Bernd Elmenthaler)

Ohnehin blieb der Effekt für die einzelnen Autofahrer überschaubar: Benzinfahrer sparten im Schnitt 21 Euro, Dieselfahrer rund 33 Euro. Vor allem Wohlhabende, die große Autos fahren und viel tanken, wurden entlastet. Zudem dämpfte der Rabatt den Anreiz, weniger Kraftstoff zu verbrauchen. So verloren nicht nur die Steuerzahler, sondern auch der Klimaschutz.

Der Streit über den staatlichen Preisdeckel

Welcher Weg aus der Krise der richtige wäre, ist umstritten. Weitere Hilfen plant die Bundesregierung nicht. Bundeswirtschaftsministerin Katherina Reiche (CDU) lehnt einen staatlichen Preisdeckel ab. Sie warnt vor Marktverzerrungen, die die Preise langfristig nur in die Höhe treiben würden. Stattdessen schlägt sie vor, die Pendlerpauschale anzuheben.

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