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Panorama

Jeffrey Epstein: Rätsel um mutmaßliche Abschiedsnotiz

wochentlich.deBy wochentlich.de1 Mai 2026Keine Kommentare3 Mins Read
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Jeffrey Epstein: Rätsel um mutmaßliche Abschiedsnotiz
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Seit sieben Jahren unter Verschluss

Rätsel um mutmaßliche Abschiedsnotiz von Epstein


Aktualisiert am 01.05.2026 – 02:29 UhrLesedauer: 3 Min.

Vergrößern des Bildes

Jeffrey Epstein: Er soll einen Sohn gehabt haben. (Quelle: IMAGO/Epstein Estate/House Oversight/imago)

Jeffrey Epstein soll laut einem früheren Mitgefangenen kurz vor seinem Tod eine Notiz verfasst haben. Ein Gericht in New York hält sie offenbar unter Verschluss.

Eine mutmaßliche Abschiedsnotiz von Jeffrey Epstein soll seit fast sieben Jahren unter Verschluss gehalten worden sein. Sie befinde sich bis heute versiegelt in einem Tresor eines New Yorker Gerichts, berichtet die „New York Times“. Bemerkenswert ist dabei: Auch das US-Justizministerium hat nach Angaben einer Sprecherin die Notiz nie gesehen. In den veröffentlichten Epstein-Akten befindet sie sich demnach nicht. Ob das Schreiben tatsächlich von Epstein stammt und was genau darin steht, bleibt unklar.

Die Notiz soll demnach von Epsteins früherem Zellengenossen Nicholas Tartaglione im Juli 2019 gefunden worden sein – kurz nachdem Epstein mit Verletzungen am Hals in seiner Zelle entdeckt worden war. Nach dem Vorfall im Juli 2019 wurde Epstein in einen anderen Teil des Gefängnisses verlegt und kurzzeitig unter Suizidbeobachtung gestellt. Wenige Wochen später wurde der Multimillionär tot im Gefängnis aufgefunden. Seither ranken sich zahlreiche Spekulationen und Theorien um den Fall: An der Todesursache von Jeffrey Epstein gibt es auch Jahre später noch Zweifel.

Epstein verkehrte jahrzehntelang international in höchsten Kreisen. Er soll laut FBI aber an der Spitze eines Missbrauchsrings zur sexuellen Ausbeutung von zahlreichen minderjährigen Mädchen und jungen Frauen gestanden haben.

Der Mithäftling Tartaglione schilderte in Interviews, er habe die Notiz in einem Comic entdeckt, kurz nachdem Epstein verlegt worden war. „Ich schlug das Buch auf, um zu lesen, und da war sie“, wird Tartaglione von der „NYT“ zitiert. Es habe sich um ein Stück gelbes Papier gehandelt, das aus einem Notizblock gerissen worden sei. Die Notiz habe er seinen Anwälten übergeben.

Nach Recherchen der „NYT“ sollen die Anwälte zweimal erfolglos versucht haben, die Echtheit des Schreiben bestätigen zu lassen. Der Zettel sei schließlich Ende 2019 oder Anfang 2020 authentifiziert worden. „Meine damaligen Anwälte wollten sichergehen, dass ich es nicht geschrieben hatte“, sagte Tartaglione in einem Podcast-Interview im Juli 2025. Nach seinem ersten mutmaßlichen Suizidversuch hatte Epstein Ermittlern gesagt, dass er von seinem Mitgefangenen angegriffen worden und nicht suizidgefährdet sei. Tartaglione wollte diese Vorwürfe nach eigenen Angaben entkräften.

Im Zuge dessen sei die Notiz Teil seines eigenen Strafverfahrens geworden und schließlich bei einem Bundesgericht gelandet und versiegelt worden. Warum genau das Gericht die Unterlagen weiterhin geheim hält, ist nicht öffentlich. Bekannt ist nur, dass Teile des Verfahrens zum Schutz des Anwaltsgeheimnisses unter Verschluss stehen.

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