Japanische Mission mit deutscher Technologie
Sonde trennt sich erfolgreich – nächster Stopp Marsmond
20.10.2026 – 01:43 UhrLesedauer: 1 Min.
Eine Trägerrakete hebt in Japan ab und setzt kurz darauf eine Sonde in Richtung Marssystem frei. Das Ziel: Proben von einem der Monde zurück zur Erde bringen.
Die japanische Raumfahrtbehörde Jaxa hat eine Sonde zur Erforschung der Marsmonde erfolgreich in den Weltraum gebracht. Gut eine Stunde nach dem Start der Trägerrakete H3 vom Weltraumbahnhof Tanegashima am frühen Dienstagmorgen Ortszeit trennte sich die Sonde planmäßig ab und trat ihre Reise zum Marssystem an, wie Jaxa in einer Live-Übertragung mitteilte.
Die Rakete war um 4.41 Uhr Ortszeit gestartet, was dem späten Montagabend mitteleuropäischer Sommerzeit entspricht.
Nach der langen Reise durchs All soll die Sonde voraussichtlich ab August des kommenden Jahres zunächst den Marsmond Phobos umkreisen, auf ihm landen und mindestens zehn Gramm Bodenproben entnehmen. Diese Proben sollen anschließend zur Erde zurückgebracht werden. Außerdem ist die Beobachtung von Deimos, dem zweiten Marsmond, Teil der Mission. An Bord ist deutsche Technik.
Japan arbeitet bei der Mission mit der europäischen Raumfahrtagentur ESA und der US-Raumfahrtbehörde Nasa zusammen. Das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) ist nach eigenen Angaben mit sechs Instituten und Einrichtungen an fünf Standorten an dem Marsmond-Rover „Idefix“ beteiligt, der für die Erkundung von Phobos vorgesehen ist.